Von San Francisco nach Seattle

USA…
Foto: /Daniela Kittner USA, Seattle.

Eine Ausflugs-Tour mit Wanderungen und Picknicken im Nordwesten bietet Naturschönheiten und Hipster-Urbanität.

Beim ersten, oberflächlichen Hinsehen ähnelt die Planzenwelt mit ihren Nadelbäumen und bunten Wiesenblumen unserer mitteleuropäischen.Doch der Anschein trügt. Die Nordwestküste der USA entpuppt sich als exotische Destination, die Fahrt von San Francisco nach Seattle bietet eine Abfolge atemberaubender Eindrücke von extravaganten Landschaften.

USA… Foto: /Daniela Kittner Es beginnt mit dem Klima. Kalte Alaskaströme kühlen den Pazifik das ganze Jahr über, auch im Hochsommer. Das Landesinnere hingegen ist ungewöhnlich heiß, je weiter weg von der Küste desto heißer. 40 Grad sind keine Seltenheit. Dieses Nebeneinander von unterschiedlichen Temperaturen sorgt für ein besonderes Schauspiel. Heiße Luft zieht vom Land hinaus aufs kalte Meer. Dort nimmt sie Feuchtigkeit auf und verwandelt sich in weiße Schwaden. Diese ziehen über das türkis-blaue Wasser zurück an die bewaldeten Küsten. An den sonnengewärmten Bäumen kondensiert die weiße Nebelluft zu Wasser.

USA … Foto: /Daniela Kittner Der Tau des Pazifik ist das Lebenselixier der Redwoods, gigantischer Bäume, die sonst nirgends auf der Erde wachsen. "Diese Bäume erzeugen in dir eine Vision, die immer in dir bleiben wird. Sie sind anders als alle Bäume, die wir kennen. Sie sind Botschafter aus einer anderen Zeit", schrieb John Steinbeck. Wie alt diese Bäume werden, ist schwer zu sagen, denn sie haben die bemerkenswerte Eigenschaft, aus sich selbst heraus nachzuwachsen. Fällt ein tausend Jahre alter Redwood um, kann aus seinem Stamm ein Baum erwachsen, der erneut tausend Jahre alt wird. Neuerdings wird den Ahnen der Redwoods mithilfe von Genforschung nachgespürt.

Täglich Wanderungen & Picknick

USA… Foto: /Daniela Kittner Es sind Eindrücke wie diese, die die Pacific-North-West-Tour so außergewöhnlich machen. San Francisco ist Ausgangspunkt der vierzehntägigen Fahrt im Kleinbus. Ausgelegt ist die Tour als Kleingruppenreise für sechs bis zwölf Personen. Man kann die Tour zur Gänze chartern, auch nur für zwei oder vier Personen, aber dann wird sie entsprechend teurer.

Gefahren wird etwa 400 Kilometer pro Tag, maximal zwei Stunden am Stück. Täglich stehen mindestens drei Wanderungen auf dem Programm, die maximale Gehzeit beträgt zwei Stunden. Es sind einige Bergtouren dabei, bei normaler Kondition sind alle Wanderungen leicht zu bewältigen. Gehbehinderten ist von dieser Reise jedoch abzuraten.

Die vielen Stopps und Spaziergänge ermöglichen ein sinnliches Erleben der Landschaft, ein Highlight ist jeden Tag das Mittagessen. Mit viel Liebe haben die Reiseveranstalter herrliche Picknickplätze an der rauschenden Pazifikküste oder in den tiefgrünen Wäldern ausgesucht.

Die Wanderungen führen entlang spektakulärer Küstenabschnitte, queren Sandbuchten oder folgen Klippenwegen. Sie führen in die Urwälder Amerikas, zu den Redwoods im Norden Kaliforniens und zu den dick mit Flechten behangenen Ahornbäumen auf der Olympic-Halbinsel im Norden Washingtons. Sie führen entlang von Wasserfällen, unregulierten Flussläufen und rund um Bergseen mit spektakulärem Panorama. Man schlendert durch schmucke Kleinstädte wie Mendocino oder aufstrebende Großstädte wie Portland und Seattle.

Seelöwen und Grauwale

Das Fischerstädtchen Newport bietet Seelöwen, Wasservögel und einen Bootsausflug zum Whalewatching. Ein Grauwal zeigt sich aus der Nähe. Tipp: Im Oregon-Aquarium unbedingt den Film über die vor der Küste gesunkenen Schiffe anschauen!

USA… Foto: /Daniela Kittner Ein Juwel ist das Columbia River Valley. Der heutige Grenzfluss zwischen den Bundesstaaten Oregon und Washington war der Endpunkt der Lewis & Clark-Expedition, die im Auftrag des damaligen US-Präsidenten Thomas Jefferson eine Passage an die Westküste des Kontinents erkunden sollte. Den Forschern Lewis und Clark sollten bald weiße Siedler folgen. Insofern begibt man sich auf dieser Reise auch auf die Spuren von Siedlern und Indianern.

In den Museen und Visitor Centers wird die Geschichte der Besiedlung Amerikas zumeist einseitig zugunsten der Siedler dargestellt und deren Pioniergeist verherrlicht, während der Völkermord an den Indianern weitgehend tabu ist. Auch das ist, wenn man so will, eine aufschlussreiche Erkenntnis. Abgesehen von diesem Manko bieten die den State Parks angeschlossenen Museen und Besucherzentren gut aufbereitete Informationen auf wissenschaftlich fundierter Basis, etwa über den Vulkanismus.

Ein Teil der North-West-Pacific-Tour führt durch Vulkanlandschaften entlang dem pazifischen Feuerring, wo gewaltige Eruptionen den tiefsten See Amerikas, den Crater Lake in Oregon, schufen.

Mount St. Helens, ein mächtiger Vulkan, veränderte 1980 mit einem heftigen Ausbruch über Nacht einen ganzen Landstrich. Die heiße Druckwelle knickte Bäume wie Zündhölzer und zerstörte riesige Waldflächen. Auf unserer Wanderung sind die Reste des Baummassakers ebenso zu sehen wie der Einzug der Pflanzenwelt in ein neu entstandenes Tal.

USA… Foto: /Daniela Kittner Der Besuch der beiden Trend-Städte im äußersten Nordwesten der USA, Portland und Seattle, rundet die Reise ab. Ein Teil des alten Zentrums von Portland ist renoviert. Die Backsteinbauten beherbergen Start-ups, Shops und Cafés, die Straßen sind verkehrsberuhigt, an der Flaniermeile am Fluss reiht sich Restaurant an Restaurant. Portlands Highlight ist ein reich bestückter Rosengarten.

Zum Meer abfallende Altstadt

Auch der allerletzte Tag dieser außergewöhnlichen Reise bietet eine Besonderheit. Per Schiff queren wir eine riesige Meeresbucht, hinter uns die Urwälder der Olympic-Halbinsel, links die kanadische Küste und vor uns die futuristische Skyline von Seattle.

USA… Foto: /Daniela Kittner Die Reiseführer preisen in Seattle kaum mehr als die Space Needle an, doch das wird der Boom-Stadt nicht gerecht. Sie hat eine romantische, steil zum Meer abfallende Altstadt. Im Farmers Market an der Waterfront türmen sich fangfrische Krustentiere, saftige Pfirsiche und Beeren. In Seattle wird gehämmert und gebaut, die ganze Stadt versprüht Aufbruchsstimmung. Die Lokalszene reicht von mondän bis Hipster-Style zum Abhängen. Ein Treppelweg entlang der Küste lädt zum Spazieren ein. Seattle ist es wert, ein paar Tage anzuhängen, bevor es nach Hause geht.

Info

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Preis 3690  US-Dollar im DZ, Einzelzimmer-Zuschlag  790  US-Dollar, Fixpreis in Dollar, Euro lt. Kurs Inkludiert
Fahrt im Kleinbus, Übernachtungen in 2*- oder 3*-Unterkunft, Frühstück, Eintritte

Nicht inkludiert Flug, Einkauf für Picknick, Abendessen

Termine 24. Juni bis 8. Juli 2018 oder 29. Juli bis 12. August 2018 oder 30. September bis 14. Oktober 2018; je 15 Tage/14 Nächte

Buchung Alle Reisedetails, genauer Tagesplan und Buchung: www.traveldreamwest.de,
Anfragen: traveldreamwest@gmail.com,
Die Tour-Chefin, Helen Sholom,  stammt aus der Schweiz, Kommunikation auf Deutsch problemlos.

(kurier) Erstellt am
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