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Politik
07/01/2012

Paierl, heißer Tipp für Chefposten

Herbert Paierl, Ex-Landesrat, Manager und Unternehmensberater, gilt als heißer Tipp für den vakanten Chefposten der Staatsholding.

In der Staatsholding ÖIAG bahnt sich eine Überraschung an: Herbert Paierl, Ex-Landesrat, Manager und Unternehmensberater, gilt als heißer Tipp für den vakanten Chefposten.
Die ÖIAG managt die staatlichen Firmenbeteiligungen bei OMV, Post und Telekom, und ist außerdem 100-Prozent-Eigentümerin der Fimbag, wo die Banken-beteiligungen geparkt sind. Der bisherige Chef der ÖIAG, Markus Beyrer, wechselt an die Spitze des Verbandes der europäischen Industrie. Nun wird der ÖIAG-Chefposten neu ausgeschrieben.

Zwar gibt es noch einen Polit-Streit in der Regierung über die Zukunft der ÖIAG. Die SPÖ will die ÖIAG auflösen, die ÖVP ist – abgesehen von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner – dagegen. Ohne Zustimmung der ÖVP kann die Staatsholding aber nicht aufgelöst werden. ÖVP-Chef Michael Spindelegger sagte dazu gestern in der ORF-Pressestunde: „Das wird ein Thema bei der nächsten Regierungsbildung. Wir werden das mit der SPÖ ausstreiten.“ Die ÖVP will die ÖIAG aufwerten und die Staatsbeteiligungen an ÖBB, Verbund, Asfinag und Bundesimmobilien einbringen.

Mit Herbert Paierl würde die ÖIAG einen Chef bekommen, der bemerkenswerte Leistungen vorweisen kann. Die Cluster-Bildungen (Auto, Hightech rund ums Holz) in der Steiermark waren seine Initiative als Wirtschaftslandesrat. Damit hat der studierte Raumplaner die von der Verstaatlichten-Krise gebeutelte Steiermark als Industriestandort abgesichert. Außerdem startete Paierl mit Fachhochschulen eine Qualifizierungsoffensive. Nach seinem Ausstieg aus der Politik ging er ein Jahr als Facharbeiter in die USA, seither arbeitet er als Manager für Frank Stronach und als selbstständiger Unternehmensberater. Als Kompromiss-Kandidat mit der SPÖ ist auch Ex-OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer im Rennen.

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