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Familienministerium warnt mit Broschüre vor Zwangsehen in den Ferien

Besonders in den Ferien sei das Risiko hoch, dass Mädchen ins Ausland gebracht und zwangsverheiratet werden. Die Broschüre soll an Mädchen in Brennpunktschulen verteilt werden.
PK BKA ZU NEUEN DEUTSCHKURSEN: BAUER (ÖVP)

Mit einer neuen Broschüre will das Familienministerium Mädchen vor Zwangsehen warnen und über ihre Rechte aufklären. Die Broschüre wird in Brennpunktschulen an Mädchen ausgehändigt, sagte Familien- und Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) im Ö1-Mittagsjournal. Besonders in den Ferien sei das Risiko hoch, gebe es dann doch die Möglichkeit, dass Mädchen ins Ausland gebracht und zwangsverheiratet werden.

„Dort lernst du einen netten Mann kennen“

In der Broschüre, die sich gegen Zwangsheirat und weibliche Genitalverstümmelung wendet, wird den Mädchen deutlich gemacht, dass niemand sie zur Heirat zwingen und niemand ihren Körper verletzen oder beschneiden darf. Sie werden außerdem auf mögliche Warnzeichen aufmerksam gemacht - zum Beispiel, wenn sie keine klaren Informationen über eine bevorstehende Reise erhalten, ihr Handy kontrolliert wird oder Sätze wie „Dort lernst du einen netten Mann kennen“ fallen.

Bauer: „Dokumente an sicherem Ort aufbewahren“

Bauer rät gefährdeten Mädchen, sich Vertrauenspersonen zu suchen, bei denen sie möglicherweise auch einen Zufluchtsort finden können. Zudem sollten sie - wenn möglich - ihre Dokumente an einem sicheren Ort aufbewahren und sich die Nummern von Beratungsstellen und Behörden einspeichern. In der Broschüre wird auf das Frauenzentrum des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), die Frauenhelpline gegen Gewalt, Rat auf Draht und Gewaltschutzzentren verwiesen.

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