Eine Lockerung der Schanigärten-Vorschriften wird verlangt

© APA - Austria Presse Agentur

Politik Inland
03/10/2021

Wackelt die Öffnung der Schanigärten ab 27. März?

Vorarlberg öffnet ab Montag die Gastronomie im Außen- wie Innenbereich. Eine Öffnung für ganz Österreich scheint wegen der steigenden Infektionszahlen in weite Ferne zu rücken.

von Johanna Hager

Mit einem negativen Schnelltest und unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen dürfen die Vorarlberger ab kommendem Montag (15. März) wieder Gasthäuser besuchen oder Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen. Grund dafür: Im österreichweiten Vergleich weist Vorarlberg mit einer 7-Tages-Inzidenz von 73 pro 100.000 Einwohnern den niedrigsten Wert aller neun Bundesländer auf.

"Die Modellregion Vorarlberg ist eine Erkenntnisregion für ganz Österreich", sagt Vizekanzler Werner Kogler. Man werde die Öffnungsschritte vor Ort genau beobachten, evaluieren und gegebenenfalls für andere Regionen in Österreich adaptieren.

Ganz anders die Situation in Salzburg, Wien und Niederösterreich. Hier liegt die 7-Tage-Inzidenz beim bis zu Dreifachen (Salzburg) von Vorarlberg.

Ob die Zahl der österreichweiten Neuinfektionen - am Mittwoch waren es 2.528 - insbesondere mit der gestiegenen Zahl an Tests zusammenhängt oder aber auf die infektiöseren Virusmutationen zurückzuführen ist, das werde derzeit laufend "evaluiert", wie es auf KURIER-Nachfrage seitens des Gesundheitsministeriums heißt. Fakt ist, sie steigen. Bundeskanzler Sebastian Kurz sah jüngst die kritische Grenze bei 6.000 Neuinfektionen. Ab dieser Zahl könne nicht an Lockerungen, sondern müsse an einen weitere Lockdown gedacht werden.

Ziel der Bundesregierung war und ist es, die Schanigarten und damit die Gastronomie im Außenbereich am 27. März österreichweit zu öffnen. Ein Ziel, das angesichts der steigenden Zahlen immer unrealistischer erscheint.

Ob die Schanigarten-Öffnung abgesagt wird oder gar die Osterferien für Schüler in die Verlängerung geht, um das Infektionsgeschehen einzudämmen?

Danach gefragt, will man sich seitens des Gesundheitsministerium nicht dezidiert äußern, sondern verweist auf die Corona-Ampel-Kommission, die am Donnerstag wieder tagen wird.

Fakt ist indes, dass nebst der Zahl an Neuinfektionen auch die Zahl der Hospitalisierten steigt und jener, die aufgrund einer Covid-Erkrankung in Intensivstationen behandelt werden müssen. In den heimischen Spitälern gibt es (Stand Mittwoch 10. März) 17 neue Fälle auf Normalstationen. Am Mittwoch wurden 19 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet.

Zudem werde man jedenfalls die Beratungen am Montag abwarten, heißt  es weiter. Wie bereits vergangene Woche wird es am 15. März wieder Gespräche mit Bund, Ländern, Gemeinden, Expertenrat und Opposition geben. Anhand des evaluierten Infektionsgeschehens werde man Entscheidungen treffen.

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