Politik | Inland
26.03.2018

Vorwürfe gegen Pilz: Einvernahme noch vor Sommer

Der Ex-Grüne zeigte sich verwundert, warum er zu den Vorwürfen wegen sexueller Belästigung noch nicht einvernommen wurde.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Innsbruck gegen Peter Pilz wegen angeblicher sexueller Belästigung am Rande des Forums Alpbach in Tirol dürften noch andauern. "In den nächsten Wochen" werde man das angebliche Opfer befragen, dann werde der Ex-Abgeordnete einvernommen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag.

Man gehe davon aus, dass die Befragung von Pilz noch vor dem Sommer vonstatten gehe, meinte Sprecher Hansjörg Mayr. Der Politiker hatte sich zuletzt verwundert gezeigt, warum die Staatsanwaltschaft Monate brauche, um einen "Anfangsverdacht" gegen ihn zu prüfen und ihn überdies noch nicht einmal einvernommen habe.

Es habe "einige Zeit gedauert", bis man herausgefunden habe, um wen es sich bei dem angeblichen Opfer überhaupt handle, begründete der Sprecher der Staatsanwaltschaft, warum Pilz noch nicht vorgeladen wurde. Der 64-jährige Politiker soll 2013 betrunken eine Mitarbeiterin der Europäischen Volkspartei (EVP) begrapscht haben. Pilz hatte den Vorwurf der sexuellen Belästigung stets von sich gewiesen.

Pilz-Mitarbeiterin: "Nicht strafrechtlich relevant"

Im Fall der früheren Assistentin von Pilz, die ihm verbale und körperliche Belästigungen vorwirft, dauern die Ermittlungen ebenfalls an. Anfang Februar war bekannt geworden, dass die Anwältin der Frau einen Brief an die Staatsanwaltschaft geschrieben hatte, wonach "kein strafrechtlich relevantes Substrat vorliegt".