Politik | Inland
06.07.2018

Vilimsky: "Nicht Junckers Bier welcher Fraktion FPÖ angehört"

FPÖ-Fraktionschef rechnet nach Brexit mit Neuausrichtung des Europarlaments.

Der Fraktionsvorsitzende der FPÖ im Europaparlament Harald Vilimsky weist den Wunsch von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, dass die FPÖ die Fraktion Europa der Nationen und Freiheit (ENF) verlässt, entschieden zurück. "Es ist wahrlich nicht das Bier von Herrn Juncker, in welcher Fraktion sich frei gewählte Abgeordnete organisieren", sagte Vilimsky am Freitag gegenüber der APA.

Nach dem Brexit rechne er für die kommende Parlamentsperiode mit einer kompletten Neuausrichtung des Europäischen Parlaments, sagte der freiheitliche Europaabgeordnete. So wie der französische Präsident Emmanuel Macron eine neue Bewegung in seinem Spektrum organisieren wolle, werde sich "auch im Bereich EU-kritischer Kräfte hier etliches tun", kündigte der stellvertretende ENF-Vorsitzende an. "Zur Zeit gibt es jedenfalls eine Vielzahl sehr interessanter Gespräche, deren Ergebnis sich aber erst nach Vorliegen eines Wahlergebnisses manifestieren kann", betonte er. Die nächste Wahl zum Europäischen Parlament findet Ende Mai 2019 statt.

Vom österreichischen EU-Vorsitz erwarte er sich, dass Österreich "einen Ausgleich der unterschiedlichen Interessenslagen innerhalb und außerhalb der EU" vorantreiben helfe. "Darüber hinaus wollen wir das Motto "Ein Europa, das schützt", fest zu einer Konsensmeinung innerhalb der Gemeinschaft entwickeln und Lösungen gegen illegale Migration vorantreiben", betonte Vilimsky.