In kritischen Bereichen wie den ├ľffis gilt weiterhin Maskenpflicht

┬ę APA - Austria Presse Agentur

Politik Inland
03/03/2022

Verordnung fertig: Fast alle Corona-Regeln fallen am Wochenende

Verordnung gibt nur noch wenige Regeln vor - Keine Maske in Seilbahn und Reisebus

Der offenbar bevorstehende R├╝cktritt von Gesundheitsminister Wolfgang M├╝ckstein (Gr├╝ne) wie auch die russische Aggression in der Ukraine ├╝berschatten, dass sich das Alltagsleben in ├ľsterreich mit Samstag geh├Ârig ├Ąndert. Nach zwei Jahren Pandemie werden fast alle Ma├čnahmen, die zur Eind├Ąmmung der Coronakrise dienten, mit dem Wochenende zur├╝ckgenommen. Einzig die Maskenpflicht bleibt an bestimmten Orten. Wien steht indes noch leicht auf der Bremse.

Geregelt wird die ├ľffnung mit einer Verordnung, deren Entwurf der APA vorliegt. Sie hat auch einen neuen richtunggebenden Namen bekommen und hei├čt "Covid-19-Basisma├čnahmen-Verordnung".

Mit diesem Regelwerk werden die Gs im wesentlichen verabschiedet. Um etwa in Lokale oder zu Veranstaltungen gehen zu k├Ânnen, braucht man weder genesen noch geimpft oder getestet zu sein. Die noch geltende Sperrstunde f├Ąllt, womit auch Nachtgastronomie wieder zur Verf├╝gung steht.

Einzig die Maskenpflicht bleibt bestehen. Sie ist jedoch nur noch f├╝r "Betriebsst├Ątten vorgesehen, die unausweichlich auch von vulnerablen Personengruppen besucht werden m├╝ssen". Das meint jene Bereiche, die auch w├Ąhrend der Lockdowns ge├Âffnet waren, also z.B. Lebensmittelgesch├Ąfte, Apotheken, Banken, Trafiken, Kfz-Werkst├Ątten und Tankstellen sowie den Parteienverkehr an ├ämtern. Ebenfalls weiter FFP2-Maske anzulegen ist im ├Âffentlichen Verkehr sowie in Taxis und bei Sch├╝ler-Transporten, nicht jedoch in Seilbahnen, auf Ausflugsschiffen oder in Reisebussen.

Explizit aufgelistet wird, wo die G-Regeln nicht mehr gelten, n├Ąmlich an Betriebsst├Ątten der Gastronomie, in Beherbergungsst├Ątten, an nicht ├Âffentlichen Sportst├Ątten sowie in Freizeit- und Kultureinrichtungen. Dazu wird k├╝nftig auch am Ort der beruflichen T├Ątigkeit von der 3G-Nachweispflicht abgesehen.

Spezielle Regeln gelten weiter in Pflegeeinrichtungen. Besucher m├╝ssen sich an die 3G-Regeln halten, also geimpft, genesen oder getestet sein, wobei ein Antigen-Test 24 Stunden g├╝ltig ist und ein PCR-Test 72 Stunden. Zudem muss Maske getragen werden. Gleiches gilt f├╝r Mitarbeiter. Die selben Regeln werden in Krankenanstalten angewendet. Die Ausnahmen von den Vorgaben sind die bereits bekannten, etwa Begleitpersonen von Minderj├Ąhrigen oder bei Entbindungen.

Bei Zusammenk├╝nften von ├╝ber 50 Personen ist ab dem Wochenende nur noch ein Pr├Ąventionskonzept zu erstellen. ├ťberpr├╝ft wird das blo├č stichprobenartig seitens der Bezirksverwaltungsbeh├Ârde.

In Kraft tritt die Verordnung mit 5. M├Ąrz, au├čer Kraft mit 30. Juni. Begr├╝ndet wird sie damit, dass mit den schon zuletzt vorgenommenen Lockerungen keine Verschlechterung - insbesondere im Hinblick auf die Funktionsf├Ąhigkeit der Gesundheitsinfrastruktur - verbunden war. Daher k├Ânne nun weitgehend auf Ma├čnahmen verzichtet werden.

Inwieweit Wien, wie zuletzt von Experten wie der Epidemiologin Eva Schernahmmer empfohlen, weiter strengere Regeln anwendet, steht noch nicht ganz fest, da man die eigene Landesverordnung erst erlassen kann, sobald die Bundesverordnung vorliegt. Fix ist bereits, dass in der Bundeshauptstadt, die angesichts ihrer rigideren Vorgaben und eines starken Testsystems bisher ├╝berraschend gut durch die Krise gekommen ist, die Maskenpflicht im gesamten Handel bestehen bleibt. Zudem wird in der Gastronomie weiter 2G angewendet, in der Nachtgastronomie wird sogar 2Gplus ├╝berlegt, also eine zus├Ątzliche Testerfordernis zur Impfung oder Genesung.

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