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Politik | Inland
08/29/2016

Umfrage zur BP-Wahl: 15 Prozent der Wechselwähler noch unentschlossen

Knappe Mehrheit meint, dass bei zweiter Stichwahl Hofer das Rennen machen wird.

Es ist ein Novum. Erstmals gibt es eine zweite Hofburg-Stichwahl – weil die FPÖ die erste beim Höchstgericht angefochten hat. Ihr Kandidat unterlag dem Grünen. Eine knappe Mehrheit der Bürger hält für gerechtfertigt, dass wiederholt wird (siehe Grafik unten). Das ergibt eine OGM-Umfrage für den KURIER. Von den Wechselwählern, also denen, die beim ersten Durchgang für einen anderen Anwärter als Alexander Van der Bellen oder Norbert Hofer gestimmt haben, befindet allerdings eine Mehrheit von 59 Prozent, dass das trotz der Einwände ungerechtfertigt ist.

Und wie viele derer, die bei der ersten Stichwahl waren, werden auch zur zweiten gehen? 91 Prozent sagen, sie werden "sehr sicher" (75 %) oder "eher sicher (16 %) neuerlich abstimmen. Von den Van der Bellen- und Hofer-Wählern geben das gar 94 bzw. 97 Prozent an. "In beiden Wählergruppen ist die Mobilisierungskraft gut", befindet OGM-Chef Wolfgang Bachmayer. Wechselwähler sind mit 67 Prozent "sehr sicher" und 18 Prozent "eher sicher" nicht so motiviert. "Bei der ersten Stichwahl war bei Van der Bellen der Anteil der Wechselwähler deutlich höher als bei Hofer. Bei Van der Bellen waren es zwei von drei, bei Hofer war es einer von dreien. Van der Bellen muss auch diese Wähler mobilisieren", erläutert Bachmayer.

Van der Bellen-Wähler bleiben ihm zu 92 Prozent treu, bei Hofer sind es 89 Prozent. "Bei Wechselwählern sind noch 15 Prozent unentschlossen, für wen sie votieren werden. Und sechs Prozent wollen für den anderen Kandidaten stimmen. Bei den ÖVP-Fans ist dieser Anteil mit acht Prozent am höchsten. Deswegen ist noch sehr viel möglich", sagt Bachmayer.

Und wer hat die besseren Siegeschancen? Da führt Hofer knapp vor Van der Bellen. Das liegt laut dem OGM-Boss "an der anhaltenden und sich verstärkenden Thematisierung des Flüchtlings-, Integrations- und Sicherheitsthemas – von den Anschlägen in Nizza bis zu Äußerungen von Kern, Kurz und Doskozil."