Politik | Inland
10.10.2018

Steinmeier-Laudatio auf Fischer, Söder-Wahlhilfe durch Kurz

Deutsches Staatsoberhaupt kam zum Geburtstagsfest, Kanzler Kurz reist nach München zum Wahlkampffinale der CSU.

Am Dienstag am Abend gab Bundespräsident Alexander Van der Bellen für seinen Vorgänger Heinz Fischer ein Festessen mit hochrangigen Gästen aus dem In- und Ausland. Fischer beging genau an diesem Abend seinen 80. Geburtstag. Gekommen waren drei deutsche Bundespräsidenten – der amtierende Frank-Walter Steinmeier und seine beiden Vorgänger Joachim Gauck und Horst Köhler – sowie der Staatspräsident der Slowakei Andrej Kiska.

Gleich fünf ehemalige Bundeskanzler nahmen an dem Geburtstagsfest teil – Franz Vranitzky, Wolfgang Schüssel, Alfred Gusenbauer, Werner Faymann und Christian Kern. Von den aktiven ÖVP-Politikern war Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka zugegen, Kanzler Sebastian Kurz war verhindert. Die Hofburg konzentrierte sich bei den Einladungen auf Weggefährten Heinz Fischers, weswegen keine aktiven Minister dabei waren. Insgesamt waren 80 Gäste erschienen.

Die Laudatio hielt das deutsche Staatsoberhaupt. Es ist eine seltene Auszeichnung für einen Ex-Politiker, dass das Staatsoberhaupt eines anderen Landes zur Laudatio anreist.

Steinmeier und Fischer waren politisch in engem Kontakt, aber auch privat. In seiner Rede berichtete Steinmeier von Bergwanderungen, auf denen Heinz Fischer herabgestürzte Äste aus dem Weg räumte und stets Proviant mitführte für den Fall, dass jemanden unterwegs die Kraft verließ.

Kanzler in München

Enge Kontakte zu Deutschland pflegt auch der Bundeskanzler. Sebastian Kurz wird am Freitag in München beim großen Wahlkampffinale der CSU als Redner auftreten. Am Sonntag wird in Bayern gewählt. Ministerpräsident Markus Söder muss sich auf eine Niederlage einstellen. In Österreich ist es Kurz geglückt, mit einem Rechtsruck in der ÖVP der erstarkten FPÖ wieder Stimmen wegzunehmen und selbst auf den Platz 1 vorzurücken. Der Versuch der CSU, der deutschen AfD politisch nachzulaufen, dürfte eher nicht von Erfolg gekrönt sein. Jetzt versucht die CSU im Finale mit Kurz Terrain gut zu machen.

SPÖ-Kommunikator vor Abgang

Wenig Berufsglück hat ein Deutscher, der von Ex-SPÖ-Chef Kern als Kommunikator für die Bundes-SPÖ angeheuert wurde. Georg Brockmeyer, Ex-SPD-Geschäftsführer in Niedersachsen, dürfte dem neuen Team um SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner nicht mehr angehören.