Pamela Rendi-Wagner

© Kurier / Jeff Mangione

Politik Inland
10/13/2019

SPÖ freut sich über 1 Prozent plus: "Abwärtstrend nach 15 Jahren gestoppt"

Grund für große Freude: Knapp unter 10 Prozent holt die SPÖ in Vorarlberg.

0,3 Prozent hatten die ersten Hochrechnungen der SPÖ bei der Landtagswahl in Vorarlberg prophezeit. Und schon da gab es geradezu euphorische Stellungnahmen von Martin Staudinger. Der SP-Spitzenkandidat in Vorarlberg sprach bereits am frühen Nachmittag von einer "historischen Trendwende". 

Seit 15 Jahren ist es für die SPÖ im Land immer abwärts gegangen, zuletzt bei der Nationalratswahl. "Da ist man zwei Wochen danach froh, wenn man sich dem Trend entgegensetzen kann". 

Umso besser, dass dieser Trend am Ende dann doch etwas deutlicher ausfiel - nämlich mit einem Prozent plus. Fatal hingegen noch immer, auf welchem Niveau sich diese Trendwende abspielt: Die SPÖ bleibt auch nach dieser Wahl einstellig in Vorarlberg, kommt nach aktuellen Hochrechnungen auf 9,8 Prozent. 

Dennoch: "Martin Staudinger ist es gelungen, den Abwärtstrend zu stoppen", wurde Pamela Rendi-Wagner am Sonntag in einer ersten Reaktion zitiert. Die SPÖ-Vorsitzende sprach Martin Staudinger und seinem Team ihren Dank für den Einsatz im Wahlkampf aus. Staudinger hätte die Partei erst im letzten Jahr in einer schwierigen Ausgangslage übernommen. "Zudem sind 12 Listen zur Wahl angetreten. Das hat die Situation nicht leichter gemacht."

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch sagte zum Vorarlberger Ergebnis: "Martin Staudinger und sein Team haben in Vorarlberg für eine Stabilisierung gesorgt, nachdem es lange bergab gegangen ist. Darauf kann die SPÖ Vorarlberg in der Zukunft aufbauen.“ 

Der steirische SPÖ-Chef Michael Schickhofer, der am Samstag in der Oststeiermark den Wahlkampfauftakt für den steirischen Urnengang am 24. November begangen hatte, hielt sich in seiner Stellungnahme recht neutral. Er gratulierte ÖVP-LH Markus Wallner "und allen, die heute Zugewinne erzielt haben, sehr herzlich". Wallner habe mit seinen Konzepten für die Zukunft des Bundeslandes klar punkten können. Es habe sich gezeigt, dass auch in Vorarlberg junge und dynamische Kandidaten überzeugen konnten, spielte Schickhofer offenbar auf seine eigene Positionierung im Wahlkampf an. 

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