Sigi Maurers Metamorphose "von der Saula zur Paula"

Sigi Maurers Metamorphose "von der Saula zur Paula"
Kaum eine andere Grüne polarisiert so wie sie. Bevor Sigi Maurer an die Macht kam, schwang sie oft die Moralkeule. Jetzt tritt sie mit ÖVP-Klubchef Wöginger in Harmonie auf.

Bestens gelaunt erzählen „Sigi und Gust“ schon mal gerne am Rande einer Parlamentssitzung den Journalisten Anekdoten, warum beide im Kindesalter beschlossen hatten, lieber mit der Kurzform ihrer Vornamen Sigrid und August angeredet zu werden.

Ihre Unzufriedenheit mit der Namenswahl ist nicht das Einzige, was das ideologisch ungleiche Paar – den türkisen Klubobmann August Wöginger und die grüne Klubobfrau Sigi Maurer – eint. Ein Jahr nach der Regierungsbildung herrscht bei Linken ebenso wie bei Konservativen Erstaunen über die Metamorphose der Sigi Maurer (35), die 2017 mit einem Stinkefinger-Posting nach einem Shitstorm rund um den Rauswurf der Grünen aus dem Parlament für Empörung sorgte.

Sebastian Kurz selbst hatte die Tirolerin zur „GöttInseibeiuns“ konservativer Kreise erklärt. Im ORF-Wahlduell 2019 mit Norbert Hofer wischte Kurz Maurer als Ministerkandidatin vom Tisch. „Das ist ausgeschlossen“, gab Kurz ohne Zögern als Antwort.

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