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Politik Inland
12/01/2020

Schulen: Rendi-Wagner fordert Maskenpflicht im Unterricht

Die SPÖ-Chefin sprach sich gegen eine überhastete Aufhebung der Corona-Maßnahmen aus.

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner warnt vor einer überhasteten Aufhebung der Corona-Maßnahmen nach Ende des Lockdowns. Eine Öffnung dürfe nur mit"allergrößter Vorsicht" erfolgen, sagte sie am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Für die Schulen forderte sie eine Maskenpflicht für Lehrer und Schüler. Auch plädierte sie für wöchentliche Schnelltests von Lehrern sowie von Beschäftigten in Altenheimen. "Für Einkaufsrausch und Hüttengaudi ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt."

"Jegliche Lockerungen müssen schrittweise, kontrolliert und vor allem behutsam erfolgen", sagte die Parteivorsitzende im "Roten Foyer" - mit Verweis darauf, dass die Bundesregierung angekündigt hatte, dass der harte Lockdown mit 6. Dezember beendet werden soll.

Rendi-Wagner fordert Schnelltests in Schulen

"Zentral" ist für Rendi-Wagner der Bereich der Schulen: Dort brauche es "ganz klare Sicherheitsregeln". Pädagogen und Pädagoginnen müssten auch für den Unterricht mit FFP2-Masken ausgestattet werden - "zum Schutz der Lehrerinnen und Lehrer und zum Schutz der Schüler". Für die Kinder brauche es darüber hinaus ab Beginn der Unterstufe eine Maskenpflicht auch während des Unterrichts. "Es ist wichtig, Schulen zu einem sicheren Ort zu machen, es ist wichtig, dass Schulen nie wieder geschlossen werden."

Daher plädiert die SPÖ-Vorsitzende auch für Antigen-Schnelltests in den Schulen: Alle Lehrer sollten wöchentlich getestet werden. Auch für Schüler hält die Parteichefin derartige regelmäßige Tests für denkbar, wichtiger sei dies aber bei den Lehrern, denn das Virus werde meist von diesen in die Schulen hineingetragen. Auch eine räumliche Entzerrung des Unterrichts sei eine Möglichkeit. "Klar ist auch: Der Schulstart im September dieses Jahres hätte schon genau unter diesen Sicherheitsmaßnahmen beginnen müssen." Unter den genannten Bedingungen tritt Rendi-Wagner für eine Gesamt-Öffnung der Schulen ein.

Massentestungen "sinnvolle Ergänzung"

Die von der Regierung initiierten Massentestungen Anfang Dezember sind aus Rendi-Wagners Sicht eine "sinnvolle Ergänzung" zu den genannten Testungen, allerdings nur dann, wenn sie regelmäßig gemacht werden. Wesentlich wäre ihrer Ansicht nach der Ausbau des Contact Tracing, dies sei das "Einmaleins der Pandemie-Bekämpfung". Die Gratismasken für Senioren seien sinnvoll, Rendi-Wagner befürchtet allerdings steigende Preise am Markt.

Die Wiedereröffnung des Handels dürfte ebenfalls nur unter strengen Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Hier müsse es u.a. eine Personenbegrenzung auf einen Kunden pro zehn Quadratmeter geben. Auch müsse man an die Bevölkerung appellieren, nicht gleich am 8. Dezember die Geschäfte zu stürmen. Die Bundesregierung sei gefordert, sich ein Sicherheitskonzept zu überlegen, betonte sie.

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