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Politik Inland
03/30/2021

Rendi-Wagner: "Wie viele Warnungen braucht Regierung noch?“

Die SPÖ-Chefin fordert ein mehrwöchiges Runterfahren in ganz Österreich, um die Situation in den Spitälern zu entschärfen.

Angesichts der dramatisch steigenden Zahlen auf den Intensivstationen forderte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner heute erneut "wirksame, rasche Maßnahmen für ganz Österreich, um den Anstieg an Infektionen und IntensivpatientInnen zu stoppen", denn die sei dramatisch. "Das Virus macht vor Bundesländergrenzen nicht Halt.“

Gleichzeitig warnte Rendi-Wagner auch vor einer Verschärfung der Lage im Westen Österreichs. Die Osterruhe in drei Bundesländern reiche nicht aus, um den gefährlichen Trend aufzuhalten, erkärte sie. "Damit wir den Anstieg der Infektionen stoppen, sind Maßnahmen für ganz Österreich notwendig. Um den Kollaps der Spitäler zu verhindern, ist ein mehrwöchiges Runterfahren in ganz Österreich notwendig. Angesichts der Lage auf den Intensivstationen gibt es keine Alternative und auch keine Sekunde Zeit zu verlieren. Die Regierungsspitze ist in der Verantwortung.“

Übergeordnetes Ziel müsse sein, die Ansteckungszahlen auf ein niedriges Niveau und damit unter Kontrolle zu bringen, um danach eine dauerhafte Perspektive auf sichere Öffnungen und einen annähernd normalen Sommer zu haben. "Wenn die Regierung den Menschen im Land diese Perspektive geben will, muss sie jetzt den Mut haben, konsequent zu handeln. Halbherziges und mutloses Handeln verlängert diese unsichere Situation, kostet Menschenleben und verspielt die Chance auf einen halbwegs normalen Sommer", sagte die SPÖ-Chefin. Mehrwöchige Einschränkungen für das öffentliche Leben und die Wirtschaft seien unumgänglich. "Diese Wahrheit muss die Regierung gegenüber der Bevölkerung und auch gegenüber der Wirtschaft aussprechen."

Angesprochen auf das zögerliche Verhalten von Bundeskanzler Kurz, sagt Rendi-Wagner: „Jeden Tag treten neue IntensivmedizinerInnen – Menschen aus der harten Praxis – vor die Kameras und warnen von überlasteten Spitalsstationen und vor Triagen. Wie viele dieser Warnungen braucht die Regierung noch?“

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