Politik | Inland
16.01.2018

Pilz: "Wenn keiner Platz macht, muss ich damit leben"

Kritik an Comeback: Derzeit bietet sich niemand an, um für Peter Pilz Platz zu machen - er will das akzeptieren.

Wer soll gehen, wenn er wieder kommt? Seit Peter Pilz bekannt gemacht hat, nach seinem Rücktritt nun doch wieder ein Mandat der Liste Pilz annehmen zu wollen, wird gerätselt, wer für ihn verzichtet. Denn: So richtig gerne gehen will von den acht Mandataren niemand; und wegen des Wahlrechts kann auch nicht jeder verzichten: Peter Kolba und Daniela Holzinger haben es je über die Landesliste geschafft, ihr Rücktritt würde Pilz also nichts nützen. Bleiben sechs Personen, die weichen könnten – die aber nicht alle wollen: Bruno Rossmann und Wolfgang Zinggl haben bereits offen gesagt, dass sie nicht zurücklegen werden, Alma Zadic hat Ähnliches verlauten lassen. Stephanie Cox, Martha Bißmann, die für den Listengründer nachrückte, und der Pilz-Vertraute Alfred Noll wollten sich bisher noch nicht festlegen. Dass Noll geht, ist aber unwahrscheinlich: Er gilt als Financier der Liste.

Peter Kolba, interimistischer Klubobmann, will sich darum bis Sommer mit der Beantwortung der Frage Zeit lassen. Er steckt ein wenig in der Zwickmühle: Zum Rücktritt zwingen will er nämlich niemanden, sagte er.

"Freiwilliger Verzicht"

Was passiert, wenn niemand gehen will? "Wenn keiner Platz macht, muss ich damit leben", sagt Peter Pilz zum KURIER. "Das sind freie Mandatare, ein Verzicht muss freiwillig geschehen." Hoffnungsvoll bleibt Pilz dennoch: Im Klub haben sich schließlich alle per Beschluss für seine Rückkehr ausgesprochen.