Politik | Inland
14.06.2017

ÖVP kritisiert Wahlkampfvideo der SPÖ

In der SPÖ weist man die Kritik zurück. "Vergleichende Werbung ist kein schlechter Stil", sagt Bundesgeschäftsführer Niedermühlbichler.

Die ÖVP hat am Mittwoch scharfe Kritik am Wahlkampf-Stil der SPÖ geübt. Generalsekretärin Elisabeth Köstinger zeigte sich gegenüber der APA vom jüngsten SPÖ-Video, das die Steuerentlastungspläne von ÖVP-Chef Sebastian Kurz kritisch thematisiert, schwer enttäuscht, wörtlich sprach sie von einem "skrupellosen Negativ-Wahlkampf".

"Politische Mitbewerber schlecht zu machen anstatt mit eigenen Ideen zu punkten, ist alter politischer Stil, den die Volkspartei sehr bedauert und deutlich ablehnt. Die Menschen haben solche Strategien satt und lehnen es ab, wenn Parteien so agieren", sagte Köstinger

"Keine negativen Strategien" der ÖVP

Für ihre Partei schloss Köstinger derartige Kniffe aus: "Die Volkspartei mit Sebastian Kurz und mir steht für konstruktive Politik. Wir werden keine negativen Strategien anwenden, Angriffe nicht mit Gegenangriffen beantworten und niemanden anpatzen."

Die angesprochene SPÖ wies die ÖVP-Kritik an dem neuen Wahlkampfvideo der SPÖ (siehe unten) am Mittwoch umgehend zurück. "Es wird von den Wählerinnen und Wählern erwartet und es ist legitim, unterschiedliche Standpunkte wahlwerbender Parteien gegenüberzustellen", sagte Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler zur APA. "Vergleichende Werbung ist kein schlechter Stil."

Die SPÖ warnt in einem zweiminütigen Clip vor den Steuerentlastungsplänen von ÖVP-Chef Sebastian Kurz. Diese würden zu Kürzungen im Sozialbereich führen, so die Botschaft. "Wir haben ein klares Konzept für Österreich, den Plan A von Bundeskanzler Christian Kern. ÖVP-Obmann Kurz hat nur das nebulose Wahlversprechen von 14 Mrd. Euro Steuersenkungen - und sagt nicht, wie er das finanzieren will", so Niedermühlbichler. Kurz sei aufgefordert, seine Pläne auf den Tisch zu legen. "Solange das nicht passiert, werden wir weiter mit Nachdruck darauf hinweisen, was auf die Österreicherinnen und Österreicher mit Kurz zukommen wird."