Politik | Inland 17.01.2017

Landeshauptmann Erwin Pröll zieht sich zurück

Erwin Pröll, Landeshauptmann Niederösterreichs © Bild: APA/ERWIN SCHERIAU

Der Machtpolitiker Pröll plant dabei keinen raschen Abschied sondern eine - wie er wiederholt angekündigt hatte - "geordnete Hofübergabe".

Paukenschlag in Niederösterreich: Erwin Pröll, seit bald 25 Jahren Landeshauptmann von Niederösterreich, gab soeben im Milleniumssaal des Landhauses seinen Rückzug aus der Politik bekannt. Der Machtpolitiker Pröll plant dabei keinen raschen Abschied sondern eine - wie er wiederholt angekündigt hatte - "geordnete Hofübergabe".

Am Dienstag um 10.30 Uhr informierte der 70-Jährige die Mitglieder der Landesregierung über seine Pläne, im Vorfeld wurde dem engsten Parteikreis der ÖVP die Entscheidung Prölls, bei der Landtagswahl 2018 nicht mehr kandidieren zu wollen, mitgeteilt. Am Mittwoch findet bereits ein Landesparteivorstand statt, wo über die Zeit nach Erwin Pröll im Kernland der Schwarzen beraten wird. Wie berichtet, gilt die vor einem Jahr aus der Bundespolitik zurückgekehrte Johanna Mikl-Leitner als aussichtsreichste Kandidatin für die Nachfolge Prölls.

Erwin Pröll ist seit 1992 im Amt. Nach Angaben aus dem Büro des Landeshauptmanns könnte der 70-Jährige auch "mit ganzer Kraft" weiter machen. Die nächste Landtagswahl in Niederösterreich findet programmgemäß Anfang 2018 statt.

In den vergangenen Tagen ist die Privatstiftung von Pröll wegen öffentlicher Fördergelder durch das Land Niederösterreich in die Kritik geraten. Der Rechnungshof hat eine Prüfung der Angelegenheit angekündigt (mehr dazu hier).

( kurier.at , jk ) Erstellt am 17.01.2017