Politik Inland
07/15/2021

Mückstein will "Fehler vom Herbst nicht ein zweites Mal machen"

Der Gesundheitsminister begründete am Abend im TV das Bremsen bei den Öffnungsschritten und appelliert an die Jungen: "Gleich morgen impfen gehen!"

von Bernhard Gaul

Am 17. Juni, also vor knapp einem Monat, strotzte die Regierung vor Optimismus, das Land nach der Corona-Krise wieder mehr oder minder in den Normalzustand versetzen zu können. Insbesondere die Jungen hat Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) hervorgehoben, sie hätten auf vieles verzichten müssen, jetzt würde man ihnen ihr Leben wieder zurückgeben.

Doch mit dem 15. Juli ist wieder alles anders. Die Inzidenzen sind vor allem durch die leider hochaggressive Delta-Variante des Coronavirus stetig am Steigen. Die Experten haben der Regierung und den Landeshauptleuten vorgerechnet, was zu erwarten ist. Deshalb jetzt wieder die Notbremse bei den Öffnungsschritten. Der Handel wird nicht auf Maskenpflicht verzichten können, die Nachtgastronomie wird nur Gäste empfangen können, die entweder doppelt geimpft sind oder einen aktuellen PCR-Test vorweisen können.

"Frühzeitig reagieren"

Am Abend hatte Mückstein in der ZiB2 das Vorgehen der Regierung verteidigt (siehe Video oben). Er wolle „den Fehler vom vergangenen Herbst, ein exponentielles Wachstum bei den Infektionen zu übersehen, nicht zwei Mal machen“, so der Minister. Deswegen werde die Regierung die Regelungen nun „nachschärfen, damit das nicht passiert“. Denn es gebe eine „Verdoppelung der Zahlen, deswegen müssen wir frühzeitig reagieren“.

Mückstein erklärt auch das weitere Vorgehen: „Wir hatten Expertinnen, die uns einen ruhigen und sicheren Juli und August prognostiziert haben. Jetzt sehen wir, wie die Zahlen rasant steigen. Es wird alle 3 Wochen evaluiert und frühzeitig mit kleinen Schrauben gegengesteuert.“

Neu ist, dass nun auch in den Bundesländern versucht wird, PCR-Tests flächendeckend anbieten zu können. Mückstein: „Es laufen Gespräche mit den Ländern, dass PCR-Tests flächendeckender und einfacher zugänglich werden. Das ist gerade für Jugendliche wichtig.

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