Masern: Ärztekammer für rascheren Zugang zu Impfungen

Masern: Ärztekammer für rascheren Zugang zu Impfungen
Impfstoff soll flächendeckend in den Ordinationen bereitgestellt. Verknüpfung mit Vorsorge-Untersuchung.

Rasches Handeln angesichts der zahlreichen Masern-Fälle fordert die Wiener Ärztekammer. Wie berichtet, liegt Österreich bei der Zahl der Fälle europaweit bereits auf Platz zwei. Schuld sind Impflücken.

Um die Impfquoten zu erhöhen, pocht die Standesvertretung auf eine rasche Erleichterung des Zugangs zum kostenlosen Kinderimpfprogramm, welches unter anderem die Masern-Mumps-Impfung (MMR) umfasst: „Wir fordern ein One-Stop-Shop-System und die flächendeckende Bereitstellung von Impfstoffen in den Ordinationen. Ein leichter, unbürokratischer und kostenloser Zugang zu wichtigen Schutzimpfungen sollte ein Grundrecht der Bevölkerung sein und muss sichergestellt werden“, sagt Naghme Kamaleyan-Schmied, Vizepräsidentin und Kurienobfrau der niedergelassenen Ärzte der Ärztekammer für Wien.

Allgemeinmedizinerin Naghme Kamaleyan-Schmied, stv. Obfrau der Kurie der niedergelassenen Ärzte der Wiener Ärztekammer.

 Naghme Kamaleyan-Schmied

Um generell das Bewusstsein für Impfungen in der Bevölkerung zu heben, ist die Wiener Ärztekammer Wien für eine Verknüpfung mit der jährlichen Vorsorgeuntersuchung, um den Impfstatus entsprechend des österreichischen Impfprogramms laufend zu überprüfen.

Kamaleyan-Schmied: „Impfen hat vor allem mit Vertrauen zu tun. Bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung steht das Vertrauensverhältnis zwischen Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten im Zentrum. Durch eine Integration der Impfberatung in die Vorsorgeuntersuchung können mögliche Bedenken ausgeräumt und die individuelle Impfentscheidung erleichtert werden.“

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