Klimawissenschaftler am Wiener Praterstern zeigten sich solidarisch mit den Klimaaktivsten

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Klimaforscher zeigen sich mit Klimaklebern solidarisch

Den Pressetermin am Wiener Praterstern nahmen Aktivisten der "Letzen Generation" wahr, um den Kreisverkehr durch Anklebeaktionen lahmzulegen.

von Bernhard Gaul

01/10/2023, 12:20 PM | Aktualisiert am 01/10/2023, 02:59 PM

Wien, Praterstern, acht Uhr morgens. Die Prominenz der Klimaforscher luden Medienvertreter zu einem Termin unter dem Tegetthoff-Denkmal ein.

"Die Bundesregierung ist derzeit nicht in der Lage, internationale Verpflichtungen und eigene Zielsetzungen zum Klimaschutz einzuhalten. Deshalb solidarisiert sich eine Gruppe von Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen sowohl mit den Forderungen als auch mit dem friedlichen und gewaltfreien Protest der Klimaaktivisten der Letzen Generation", sagt der Boku-Professor Reinhard Steurer zu Beginn der Aktion.

Steurer hatte zu dem Termin geladen, weil die U-Bahn U1 aber eine Betriebsst├Ârung hatte, kam der Boku-Professor f├╝r Klimapolitik um zehn Minuten zu sp├Ąt. Steurer erinnerte die geladenen Medienvertreter, die gebeten wurden, unbedingt p├╝nktlich zu erscheinen, an die verpassten Klimaziele der Regierung. Jetzt werde mit zivilem Widerstand als "Feueralarm" reagiert, auch wenn dieser l├Ąstig sei.

Und er zitierte den ehemaligen US-Pr├Ąsidenten Barak Obama, der sinngem├Ą├č erkl├Ąrte, die jetzige sei die erste Generation, die die Auswirkungen des Klimawandels sp├╝re, und die letzte, die noch etwas dagegen unternehmen k├Ânne.  Alle Forderungen der "Letzten Generation", wie etwa Tempo 100 auf den Autobahnen, unterst├╝tze man, sagte Steurer

Das best├Ątigte dann auch der n├Ąchste Redner, G├╝nter Emberger, Professor f├╝r Verkehrsplanung der TU Wien. Er pl├Ądiere ├╝berhaupt f├╝r Tempo 80, es gebe aus seiner Sicht kein Argument, das nicht umzusetzen. Schlie├člich w├╝rde so eine Ma├čnahme auch viele Todesf├Ąlle im Verkehr vermeiden.

Mit Franz Essl, einem Biologen, Klima- und Biodiversit├Ątsforscher, kam der aktuell prominenteste Forscher ÔÇô Essl wurde am Montag zum Wissenschafter des Jahres gek├╝rt. "Wir erleben einen J├Ąnner, der um 8┬░C zu warm ist", meinte Essl, und das werde, wenn weiter nichts passiert, die neue Norm werden.

├ľsterreich w├╝rde mit dem aktuellen Kurs die Klimaziele nicht erreichen, das w├╝rde das Land 2030 rund 4,7 Milliarden an Strafzahlungen an die EU kosten, in den Jahren danach etwa 0,2% des BIP. Essl meinte au├čerdem, gewaltfreie Aktionen der Klimasch├╝tzer seinen wichtig, um die Gesellschaft aufzur├╝tteln.

Die Statements der Forscher wurden immer wieder durch laute Sirenen der Polizeiautos gest├Ârt, denn Aktivisten der "Letzten Generation" begannen fast gleichzeitig, die Zufahrtstra├čen zum Kreisverkehr am Praterstern zu blockieren, einige Aktivisten klebten sich sogar auf der Fahrbahn fest.

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