© Kurier/Franz Gruber

Politik Inland
06/17/2020

Jeder zweite Häftling wird rückfällig: Zadic will Haftalternativen

Bewährungshilfe, Resozialisierungsmaßnahmen und Evaluierung von Haftalternativen sollen gestärkt werden

Mehr als jeder Zweite, der in Österreich in Haft war, wird wieder rückfällig. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, tagt heute, Mittwoch, im Justizministerium eine erste Arbeitsgruppe aus Opferschutzeinrichtungen, Bewährungshilfe und der Justiz.

Ziele sind laut Justizministerin Alma Zadic (Grüne) die Stärkung der Bewährungshilfe, Resozialisierungsmaßnahmen und Evaluierung von Haftalternativen. "Mehr als jeder Zweite, der im Gefängnis war, wird wieder rückfällig. Das muss sich ändern. Nur so kann unsere Gesellschaft sicherer werden. Wir erarbeiten deshalb neue sichere Wege aus der Kriminalität", sagte Zadic laut einer Aussendung. Die Arbeitsgruppe soll nun in den kommenden Wochen erste Konzepte dafür ausarbeiten. Nach dem Auftakt soll in weiteren drei bis vier Sitzungen bis Ende September ein Abschlussbericht mit Vorschlägen vorgelegt werden. "Gemeinsam mit der Vorarbeit zur Strafvollzugsgesetz-Reform wird ein umfassendes Strafvollzugspaket bis Ende des Jahres erstellt", hieß es.