Kickl sagt, er bereue keins der FPÖ-Wahlplakate, auch nicht die Haider-Attacke gegen Ariel Muzicant.

© Martin Krachler/Hitradio Ö3

Politik Inland
03/25/2019

10 Dinge, die wir über Herbert Kickl nie wissen wollten

Nachgehört: Der polarisierende FPÖ-Minister sprach auf Ö3 über Sport, Ernährung, alte Wahlplakate und sein Feldbett.

von Lukas Kapeller

Im Vertrauensindex von APA und OGM liegt Herbert Kickl (FPÖ) klar im Minus. Im Dezember war er mit 26 Minuspunkten das unbeliebteste Regierungsmitglied. Vielleicht deshalb entschied sich der Innenminister, sich am Sonntag im Ö3-"Frühstück bei mir" dem Wahlvolk einmal zu öffnen. 10 Fakten über das Innere des Ministers für Inneres.

10) Herbert Kickl trinkt am liebsten Wasser

Auch das Frühstück ist eher asketisch: ungesüßte Haferflocken, gegebenenfalls mit Obst und ein bisschen Sauermilch. Kickl: "Das geht flott und hält lange an."

9) Kickl will reiten lernen

Hafer brachte er vor einem Jahr auch als Gastgeschenk für die Reiterstaffel in München mit. Kickl ist als Innenminister der Vater des Projekts "Berittene Polizei" in Österreich. In Bayern machte er sich damals ein Bild einer solchen Reiterstaffel und sagte über das Reiten: "Es gibt bestimmte Dinge, die man sich vornimmt. Das steht ganz oben auf meiner Liste."

8) Kickl hat keine Angst vor dem Tod

Im Ö3-"Frühstück bei mir" sagte Kickl: "Ich habe eigentlich vor gar nichts Angst." Nach einer kurzen Nachdenkpause ergänzte er, eine Angst sei, zu sterben und seinem 18-jährigen Sohn oder seiner Frau etwas nicht gesagt zu haben. Angst vor dem Sterben kennt Kickl nach eigenen Angaben nicht. Er sehe keinen Grund, "mich vor dem Tod zu fürchten".

7) Er hat im Innenministerium ein Feldbett aufgestellt

Im BMI gibt es in der Nähe von Kickls Büro eine Kammer mit einem Feldbett. Kickl sagt, er verwende den kleinen Raum auch als "begehbaren Kleiderschrank". Dass er das Feldbett für das Szenario eines Terroranschlags aufgestellt habe, verneinte der Minister auf Ö3. Vielmehr diene es für den Fall, dass es einmal später wird und sich das Heimfahren nicht mehr auszahlt.

6) Er bereut keinen seiner Sprüche

Als Redenschreiber für Jörg Haider zeichnete er Anfang der 2000er-Jahre für eine Attacke auf den damaligen Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, verantwortlich ("Ich verstehe überhaupt nicht, wie wenn einer Ariel heißt, so viel Dreck am Stecken haben kann"). Politologe Anton Pelinka und Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak wiesen damals den antisemitischen Gehalt des Satzes nach. Kickl sagt, er würde es "heute nicht anders machen" und begründet dies mit Zuspitzung und Medienlogik. Die Wahlplakate "Daham statt Islam" und "Pummerin statt Muezzin" erklärt er mit dem damaligen Überlebenskampf der FPÖ (2005).

5) Zu seiner Hochzeit kam Karl Schlögl

Kickl heiratete seine heutige Ehefrau erst nach rund 20-jähriger Beziehung im April 2018 am Standesamt in Purkersdorf. Der Kreis der Gäste sei sehr klein gewesen. Mit dabei war aber der - mittlerweile aus dem Amt geschiedene - Bürgermeister von Purkersdorf, Karl Schlögl. Der SPÖ-Politiker ist als einstiger Innenminister einer von Kickls Vorgängern.

4) Kickl ging in dieselbe Klasse wie Eva Glawischnig

Schon länger bekannt ist, dass Kickl und die frühere Grünen-Chefin und heutige Novomatic-Mitarbeiterin Eva Glawischnig in dieselbe Schulklasse gingen. Die beiden Kärntner besuchten das Gymnasium in Spittal an der Drau.

3) Kickl ist süchtig nach Sport

Der 50-Jährige hat mehrere Triathlons und Extrem-Triathlons absolviert. Unter anderem nahm Kickl am "Celtman" in Schottland und am "Evergreen" in Chamonix teil. Nach eigener Aussage hat er alle Wettkämpfe im Ziel beendet. Auf die Frage, wonach er süchtig sei, antwortete Kickl: Sport.

2) Kickl mag Stermann & Grissemann nicht

Der FPÖ-Politiker kann offenbar die ORF-Kabarettisten Dirk Stermann und Christoph Grissemann nicht leiden. "Ich glaube nicht, dass man diese beiden Herrschaften kennen muss", sagte er auf Ö3 nach den beiden gefragt.

1) Herbert Kickl findet sich nicht klein

Auf die Frage, worüber er denn lachen könne, nannte Kickl im Radio den KURIER-Karikaturisten Michael Pammesberger. Zu den Satire-Beiträgen von Stermann & Grissemann meint Kickl hingegen: "Wenn jemand glaubt, sich über meine Körpergröße lustig machen zu müssen, oder sich darüber definiert, dann kann ich ihm ohnehin nicht helfen."

Er komme mit seinem Körpermaß jedenfalls bestens zurecht, habe beim Klettern beispielsweise Vorteile und empfinde sich nicht als klein. "Ich glaube, dass ich mit meinen 1,72 gar nicht so klein bin."

Auf Twitter sorgte die Einladung Kickls in das "softe" Format jedenfalls für Diskussionen. Auch warum manche Journalisten ein eMail der Ö3-Öffentlichkeitsarbeit mit einer Zusammenfassung des Gesprächs bekamen, führte zu Debatten. Der ORF betonte, es gebe für das Radioformat stets einen eMail-Verteiler - mit variierenden Empfängern.

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