Politik | Inland
09.05.2018

Innsbruck-Wahl: Stadt-ÖVP stellt sich neu auf

Parteitag innerhalb eines Jahres. Schwarzer Stadtparteichef Gruber: "Nicht zur Tagesordnung übergehen".

Die Innsbrucker Volkspartei will nach dem enttäuschenden Ergebnis bei der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl in der Tiroler Landeshauptstadt nicht zur Tagesordnung übergehen. Innerhalb eines Jahres soll es einen Stadtparteitag geben, auf dem sich die Volkspartei "personell, organisatorisch und inhaltlich neu ausrichten wird", kündigte die Partei Mittwochabend in einer Aussendung an.

Stadtparteichef Franz X. Gruber zieht zwar in den Stadtsenat ein, werde diesen aber im Zuge der Neuausrichtung "rechtzeitig" vor der nächsten Gemeinderatswahl übergeben, wie es hieß. Das Gemeinderatsteam werde künftig Johannes Anzengruber, der mit 864 Vorzugsstimmen den Sprung von Platz sieben in den Gemeinderat geschafft hat, als Klubobmann leiten.

Abgestürzt

"Mir war es wichtig, dass wir nach dem für uns enttäuschenden Ergebnis bei der Innsbrucker Gemeinderatswahl nicht zur Tagesordnung übergehen, sondern auch die Weichen in Richtung Zukunft stellen", ließ Gruber in der Aussendung wissen. Für die ÖVP war die Innsbrucker Gemeinderatswahl am 22. April ein Fiasko. Die Schwarzen waren von 21,87 auf 12,17 Prozent abgestürzt, was ein Minus von 9,7 Prozentpunkten und vier Mandaten bedeutet. Bei der Bürgermeisterdirektwahl war Gruber lediglich auf 9,12 Prozent gekommen.