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Politik Inland
05/28/2021

Gastro, Veranstaltung & Maske: Lockerungen ab 10. Juni im Detail

In Drei-Wochen-Schritten wird weiter gelockert. Ab 1. Juli wird die Maskenpflicht zurückgefahren, die Einschränkungen für Gastronomie und Veranstaltungen sollen (außer der 3G-Regel) gänzlich fallen.

Es war wieder einmal Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), der am Freitag bei einer Pressekonferenz der Regierung humorig das Motto für die nächsten Wochen und Monate vorgab: "Einen Sommer wie damals eigentlich - nur halt mit 3G" kündigte er an.

Für Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) haben sich die getroffenen Maßnahmen - Masken und intensives Testen - als Erfolg herausgestellt. So habe man die "ideale Basis geschaffen, um die nächsten Öffnungsschritte zu setzen."

In anderen Worten: Mit 10. Juni wird das Leben noch ein bisschen lockerer, weitere Schutzmaßnahmen werden aufgehoben. Es wird nun ein "behutsames Öffnen" in Drei-Wochen-Schritten geben: Nach den Öffnungen vom 19. Mai kommen am 10. Juni und am 1. Juli weitere Öffnungsschritte. 

Zentral bleiben dafür die "3 G" (getestet, genesen oder geimpft). Ab 1. Juli soll es in der Gastronomie und bei Veranstaltungen keine Einschränkungen mehr geben. 

Das gilt ab 10. Juni: 

  • Treffen von max. acht Erwachsenen indoor und max. 16 Erwachsenen outdoor (plus dazugehörige Kinder)
  • Maskenpflicht fällt outdoor weg

Gastronomie: 

  • Gästegruppen bis acht Erwachsene indoor, bis 16 Erwachsene outdoor (plus dazugehöriger Kinder) 
  • Mindestabstand von nur einem Meter
  • Sperrstunde um 24.00 Uhr 
  • 3G-Regel gilt auch für Mitarbeiter

Kultur und Veranstaltungen: 

  • Mit zugewiesenen Sitzplätzen outdoor max. 3.000 Personen, indoor max. 1.500 Personen
  • Sitzplatzauslastung max. 75 %

Freizeitbetriebe und Sport: 

  • Mind. 10 m² pro Gast
  • Musikproben im Amateurbereich wie bei professionellen Gruppen (3G, ohne Abstand- oder Quadratmeterregelung)

Verkehr: 

  • Reisebusse mit 100 % Auslastung bei Einhaltung der 3G-Regel
  • Maske bei Fahrgemeinschaften über acht Personen (analog Kontaktbeschränkung)

Einreise: 

  • Einreise nur für Getestete/Genesene/Geimpfte
  • Quarantäne-Pflicht nach Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts
  • Pre-Travel-Clearance nur mehr bei Hochinzidenz- und Virus-Varianten-Gebieten, bei der Einreise ohne 3G

Handel: 

  • Mind. 10 m² pro Kunde

Das gilt ab 1. Juli

  • 3G-Regel bleibt weiterhin aufrecht
  • Maskenpflicht nur noch dort, wo kein 3G gilt (Öffis, Supermarkt etc.)
  • Testpflicht für Kinder wird von derzeit zehn auf zwölf Jahre angehoben

Gastronomie: 

  • keine Einschränkungen mehr
  • Nachtgastronomie im Laufe des Sommers wieder möglich

Veranstaltungen: 

  • keine Einschränkungen mehr (auch, was Gastronomie betrifft)
  • Anzeigepflicht ab 100 Besuchern
  • Bewilligungspflicht ab 500 Besuchern
  • Hochzeitsfeste, Großveranstaltungen etc. werden wieder möglich

Mückstein: "Corona ist noch nicht vorbei"

Bei der Verkündung der neuen Lockerungsschritte zeigte sich Gesundheitsminister Mückstein bewegt: Wenn er durch die Stadt gehe und sehe, "wie sich alle freuen", gehe ihm das Herz auf. Man habe "gemeinsam richtig und verantwortungsvoll" gehandelt. "Sie sehen mich heute als glücklichen Gesundheitsminister".

Dennoch: "Wir werden die Zahlen sehr genau anschauen und wenn nötig auch wieder verschärfen", warnte er. "Corona ist noch nicht vorbei."

Die Ampel-Kommission hat am Donnerstag den Gesamtstaat als "gelb" - also mit "mittlerem Risiko" - eingestuft. Nur für Tirol und Vorarlberg wurde noch hohes Risiko - also orange - festgestellt.

Wallner: "Es braucht Mut und Vernunft"

Die Länderchefs zeigten sich beim Eintreten in das Kanzleramt mit dem Öffnungskurs zufrieden, mahnten aber gleichzeitig zur Vorsicht. Er begrüße die Pläne, aber die Öffnungen sollten "vernünftig und überlegt" erfolgen, sagte Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ). Das Motto solle lauten: "Jeder Öffnung wohnt die Vorsicht inne."

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) berichtete, dass man die Öffnungen bereits mit Kanzler Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Mückstein (Grüne) intensiv beraten habe. In Vorarlberg, wo die Gastronomie und Kultur seit Wochen offen sind, habe sich gezeigt, dass breite Öffnungen mit Begleitmaßnahmen möglich seien.

"Es braucht Vernunft und Mut. Beides ist notwendig", so Wallner. Für Angestellte in der Gastronomie und Handel, die stundenlang FFP2-Masken tragen müssen, müsse man sich ebenfalls was einfallen lassen. Im Freien solle es jedenfalls Lockerungen bei der Maskenpflicht geben, grundsätzlich werde uns das Masken-Tragen aber noch länger erhalten bleiben.

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