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Politik Inland
05/31/2021

Grüner Pass: Startprobleme in Österreich, Italiener wollen Pass für Nicht-EU-Länder

Italiens Gesundheitsminister will Kinderärzte bei Impfung von Minderjährigen einbinden

Italien will vorschlagen, dass das EU-Impfzertifikat ("Grüner Pass") auch für Länder außerhalb Europas wie Japan, USA und Kanada gelten soll. "Ich werde diesen Vorschlag bei der nächsten Sitzung der EU-Gesundheitsminister einreichen. Wenn wir einen Weg finden, das Impfzertifikat zu teilen, können wir Reisen erleichtern", so der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza in einem TV-Interview am Sonntagabend.

Der grüne Pass werde digital mit einem Code verfügbar sein, der per Smartphone gesendet wird. Derzeit sei auch das Zertifikat auf Papier mit der Bestätigung der Impfung gültig, sagte der Minister.

Probleme in Österreich mit dem Grünen Pass?

Österreich wil mit seinem grünen Pass schon am 4. Juni, also kommenden Freitag, starten. Doch ob das wirklich gelingt, ist derzeit wieder offen. Denn eigentlich soll der Grüne Pass – im Kern bestehend aus einem QR-­Code – die „3 Gs“ (getestet, geimpft oder genesen) anzeigen. Doch schon bevor der Pass startet, gibt es Probleme, konkret ob die elektronische Variante bis Freitag parat ist.

Aber: Wer eine Corona-Infektion hinter sich hat und deshalb von der Testpflicht befreit ist, kann das in Österreich auch durch Vorweisen seines "Absonderungsbescheides" nachweisen. In den "Grünen Pass" aufgenommen werden diese Bescheide der Gesundheitsbehörden aber nicht. Wie das Gesundheitsministerium der APA bestätigte, werden Absonderungsbescheide bei Auslandsreisen in der EU nämlich nicht akzeptiert. Außerdem werden nicht alle Funktionen des Grünen Passes am 4. Juni starten.

Schon am Wochenende hieß es außerdem, dass die von der APA befragten Bundesländer sich zum Grünen Pass nicht näher äußern wollten. Sie verwiesen auf noch offene technische Fragen.

Zu hören war allerdings, dass nicht alle Funktionen des geplanten elektronischen Nachweises der "3-G"-Regeln am kommenden Freitag starten werden. Das bestätigte auch das Gesundheitsministerium. Vorige Woche hatte bereits die IT-Servicefirma der Sozialversicherung gewarnt, dass der Starttermin "aus technischer Sicht mutmaßlich nicht zu halten" sein werde.

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