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Politik Inland
02/04/2021

Anschober sieht "erfreuliche Trends in Alters- und Pflegeheimen"

Anschober berichtet von deutlichem Rückgang der Infektionszahlen in den Heimen. Größte Herausforderung seien die Mutationen des Virus.

Bei den Bewohnern der Alten- und Pflegeheime gehe es bekanntermaßen um die vulnerabelste Gruppe der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen. Umso erfreulicher sei es, dass es auch aus diesem Bereich gute Nachrichten gebe und die Zahlen deutlich zurückgegangen seien. Das war die zentrale Botschaft bei einer Pressekonferenz von Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Donnerstag.

Im November und Dezember sei die Situation in den Heimen besonders schwierig gewesen, sie ist "in den letzten Wochen ganz erfreulich besser geworden", konstatierte Anschober. Im Dezember habe es noch knapp 4.900 infizierte Bewohner gegeben, nunmehr seien es 882.

Lage in Tirol "ernst"

Generell sei die größte Herausforderung das Auftreten der diversen Mutationen des Coronavirus - besonders angespannt die Lage in Tirol. Die Verbreitung der südafrikanischen Mutation des Coronavirus in Tirol sei "ernst". Das Land habe noch am Mittwoch ein "sehr straffes Fünf-Punkte-Programm aufgestellt, mit dem die Situation genau untersucht werden soll". Am Sonntag will man sich die Ergebnisse noch einmal analytisch ansehen, erklärte der Gesundheitsminister.

Der erste Durchgang der Impfung sei sowohl bei den Bewohnern wie bei den Mitarbeitern in den Heimen weitestgehend abgeschlossen, Schritt für Schritt werde die Situation also eine "deutlich sicherere". Anschober rechnet bei den Heimbewohnern mit einer Impfquote von 80 bis 90 Prozent.

Gesundheitsökonomin Andrea Schmidt von der Gesundheit Österreich führte aus, dass keine Trennung in Hochrisiko- und andere Gruppen möglich sei: Wer sich und andere schütze oder gefährde, schütze oder gefährde auch die Menschen in den Alten- und Pflegeheimen.

Letalität in den Heimen bei 19 Prozent

Die positiven Entwicklungen seien ein Ansporn, mit der Beachtung der Corona-Maßnahmen konsequent fortzufahren.

Die Letalität in den Heimen von 19 Prozent würde durch die Impfungen auf gut drei Prozent zurückgehen: Dies sei eine optimistische Schätzung, die die derzeitige Entwicklung fortschreibe. Die Gesamtletalität der Bevölkerung könnte durch die Impfungen von 1,9 auf 1,3 Prozent sinken, betonte die Ökonomin. Das würde einen Rückgang von 35 Prozent bedeuten.

Sandra Schober, Leiterin des Hauses der Barmherzigkeit Graz, berichtete von den Erfahrungen in ihrer Einrichtung. Es gab im Haus in der ersten Welle einen großen Cluster, dem man mit einem Bündel an Maßnahmen entgegentrat. So teilte man das Haus in neun Bereiche auf, zwischen denen es keine Vermischung gab. Überdies gab es ein striktes Besuchsmanagement.

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