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Politik Inland
01/28/2021

Für alle 10- und 11-Jährigen: Ministerium kauft 130.000 Laptops und Tablets

Laptops für alle Schüler: Im kommenden Schuljahr bekommen die fünften und sechsten Schulstufen aller Schularten digitale Endgeräte

von Bernhard Gaul

Um den Zugang zu einem eigenen Lerngerät für alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I sicherzustellen, ist im Schuljahr 2021/22 die Ausgabe digitaler Endgeräte in der 5. und 6. Schulstufe geplant, ab dem Schuljahr 2022/23 jeweils in der 5. Schulstufe.

Inzwischen ist die Evaluation fertig, wer aller einen Laptop oder Tablet bekommen wird: Die Bundesregierung setzt damit ihren Plan um, die Schülerinnen und Schüler mit Laptops oder Tablets auszustatten.

Zweck der Initiative ist es, die "pädagogischen und technischen Voraussetzungen für einen IT-gestützten Unterricht" zu schaffen und Schülerinnen und Schüler zu gleichen Rahmenbedingungen den Zugang zu digitaler Bildung zu ermöglichen. Konkret geht es um das Ziel, digitaler Kompetenzen und das Erlernen des richtigen Umgangs mit mobilen Devices zu vermitteln. Ein "optimalen Einsatz dieser Geräte" verspricht bessere Lernchancen, so das Bildungsministerium.

Somit gibt es grünes Licht für den – im Bildungsbereich – größten Beschaffungsvorgang der Zweiten Republik. Rund 130.000 Laptops oder Tablets werden über die Bundesbeschaffungsagentur zum Ankauf ausgeschrieben.

Bei der Evaluierung, wer aller überhaupt eines der digitalen Endgeräte benötigt, gab es durchaus überraschende Ergebnisse: 91 % der Schulen nehmen an der Geräte-Initiative teil, aus den Bundesländern kamen durchaus unterschiedliche Anforderungen:

Aufteilung nach Bundesländer, wie viele Schüler und Schulen in der kommenden fünften und sechsten Schulstufe ein Endgerät haben wollen:

  • Wien: 90 %
  • NÖ: 93 %
  • OÖ: 90 %
  • BGLD: 100 %
  • SZG: 86 %
  • T: 98 %
  • V: 73%
  • K: 93 %
  • ST: 94%

 Auch bei den Schultypen gab es Unterschiede, 93 Prozent aller AHS-Schulen haben einen Bedarf angemeldet, 96 Prozent aller Mittelschulen und 71 Prozent der Allgemeinen Sonderschulen.

Im Ministerium ist eine ehemalige Ministerin für dieses Projekt zuständig: Iris Rauskala, in der Regierung von Brigitte Bierlein 2019 übernahm sie Faßmanns Agenden. Rauskala zeigt sich „mehr als zufrieden“ über die rege Teilnahme der Schulen.

Der Beschaffungsprozess geht noch bis Mai, gleichzeitig startet der Ausbau der Infrastruktur und demnächst auch die Schulungs- und Begleitmaßnahmen für Lehrkräfte (Webinare zu Gerätemanagement, Digitalisierungskonzepten und Datenschutz).

Die Endgeräte werden mit Beginn des Wintersemesters 2021/2022 den Schülern ausgehändigt - sofern dann vielleicht die Schulen auch öffnen können.

Mehr dazu finden sie auf den Seiten des ÖAD (LINK)

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