Politik | Inland
06.04.2016

"Kopftuchverbot im öffentlichen Raum"

Norbert Hofer würde als Bundespräsident eine Ministerin mit Kopftuch nicht angeloben.

FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer stellte am Dienstag einmal mehr unter Beweis, dass er zwar sanft im Ton, aber hart in der Sache ist. In der ORF-Sendung Report plädierte der Freiheitliche für ein Burka- und ein Kopftuchverbot: "Die Burka ist für mich ein Symbol der Unterdrückung der Frau und das Kopftuch ebenso." Die Verbote sollten "im öffentlichen Raum" gelten.

Eine potenzielle Ministerin, die ein Kopftuch trägt, würde er daher "nicht angeloben", wenn er Bundespräsident wäre, sagte Hofer. Er würde auch eine Frau mit Kopftuch nicht zur Richterin ernennen. Er wolle nicht, dass eine Richterin im Gerichtssaal ein Kopftuch trage.

Rückblick

Die Position ist freilich nicht neu. Die Blauen fordern schon seit Jahren ein Kopftuchverbot. Heinz-Christian Strache hat schon 2006, als er noch Wiener FP-Chef war, ein solches gefordert. 2007, als Strache bereits Bundesparteichef war, erläuterte er, das Kopftuchverbot sei einerseits zum Schutz der österreichischen Kultur und andererseits zur "Befreiung jener Mädchen, die von ihren archaischen Kulturen gezwungen sind, ein Kopftuch zu tragen", notwendig.

Im öffentlichen Dienst, in Schulen oder in Universitäten habe das Kopftuch daher nichts verloren. Was jemand in seiner Freizeit tue, bleibe aber jedem unbenommen.

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