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Politik Inland
01/09/2020

FPÖ-Abtrünnige: Drei Bezirksräte laufen zur DAÖ über

FP-Mandatare aus Wien-Favoriten laufen über. Strache tritt erst am 23. Jänner auf.

von Michael Bachner, Josef Gebhard

Wen präsentiert Karl Baron als neuen Spitzenmann der FPÖ-Abspaltung DAÖ ("Die Allianz für Österreich")? Am Freitag tritt Baron in den Wiener Sofiensälen auf und will laut Einladung über politische Entwicklungen sprechen.Dass bei der Pressekonferenz bereits Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache als DAÖ-Mitglied oder Spitzenkandidat für die heurige Wien-Wahl präsentiert wird, gilt als unwahrscheinlich. Strache soll aber als Gastredner zum DAÖ-Neujahrstreffen eingeladen werden, das am 23. Jänner ebenfalls in den Sofiensälen stattfinden wird. Dass die Bekanntgabe von Straches Antreten für die DAÖ nur mehr Formsache ist, darauf deutet auch ein etwas martialisches Posting hin, das Strache erst vor wenigen Tagen auf Facebook online stellte:

 

Der soeben zurück getretene FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky hat bereits öffentlich ausgeschlossen, zur neuen DAÖ zu wechseln. Er wird stattdessen Wahlkampf-Manager der Wiener FPÖ.

 

Fix ist, dass die DAÖ wächst. Erst am Donnerstag wurde ein neuer Bezirksratsklub in Favoriten begrüßt. Das bedeutet, drei weitere FPÖler sind abgesprungen und haben sich in einem der größten Wiener Flächenbezirke zu einem neuen Klub zusammen geschlossen.

Bei den drei Abtrünnigen handelt es sich laut FPÖ um die Bezirksräte Ilse Weber, Gerhard Seiler und Maria Fuchs.

Bereits Ende 2018 hatte eine fünfköpfige Gruppe versucht, sich von der FPÖ-Bezirkspartei abzuspalten. Dies wurde damals im letzten Moment von der Führung der Landespartei verhindert. Laut FPÖ seien damals zum Teil aber andere Mandatare hinter dem Abspaltungsversuch gestanden.

Man wünsche ihnen nun „viel Erfolg beim Kurzzeitprojekt DAÖ“, sagt FPÖ-Landesparteisekretär Michael Stumpf. Ähnliche Entwicklungen in anderen Bezirken befürchtet man in der blauen Landespartei nicht, wie er versicherte. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass noch weitere FPÖ-Mandatare zur Allianz wechseln.

 

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