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Politik Inland
08/12/2021

Experten: Vierte Welle ja, aber wohl ohne Schul- und Handelsschließungen

Realistisch seien regionale Einschränkungen und Maßnahmen im Indoor-Bereich. Beim Sport und auch bei der Nachtgastronomie.

Diese Welle kam mit Ansage. Dass die Fallzahlen wieder steigen würden, darüber waren sich in Österreich von Bundeskanzler Sebastian Kurz abwärts alle Experten einig.

Nur die Schnelligkeit, mit der die vierte Welle nun untrüglich Österreich erfasst hat, war so von vielen nicht prognostiziert worden, schließlich sollten die Fallzahlen doch erst im Herbst wieder signifikant steigen. In nicht einmal einer Woche haben sich die Neuinfektionen in Österreich jetzt aber fast verdoppelt – auf zuletzt über 900. "Das zeigt auf jeden Fall, dass die vierte Welle begonnen hat. Corona ist noch nicht vorbei", sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein gestern denn auch.

Dramatischer formuliert es der Präsident der Intensivmediziner, Walter Hasibeder, am Mittwoch im KURIER-Gespräch: „Wir rennen in die vierte Welle“, sagte er.  

Erschwerend kommt hinzu, dass das Infektionsgeschehen diesen Sommer deutlich über dem vom Vorjahr liegt. Was danach folgte, ist bekannt: Lockdown, Schulschließungen, gesperrte Gastro.

Droht uns dieses Szenario also auch diesen Herbst? Nein, lautet die einhellige Antwort einer ganzen Reihe von Experten. „Schutzmaßnahmen wie Masken oder Abstandsregeln werden wir auf jeden Fall noch brauchen, aber die extremsten Maßnahmen – nämlich die Lockdowns – nicht mehr“, sagt etwa der Epidemiologe Gerald Gartlehner. Denn: Eine Überlastung der Intensivstationen sei sehr unwahrscheinlich. Diese drohe erst bei 10.000 Neuinfektionen pro Tag, sagte Gesundheit Österreich-Chef Herwig Ostermann im KURIER.

Auch Peter Klimek geht nicht von „großflächigen Schließungen des öffentlichen Lebens aus“. Für realistisch hält Klimek aber Einschränkungen im Indoor-Bereich. Beim Sport und auch bei der Nachtgastronomie.

Was die Experten so positiv stimmt? Die hohe Zahl der mittlerweile Genesenen – die Dunkelziffer liegt wohl doppelt so hoch wie die mit Stand Mittwoch 647.472 offiziell Genesenen. Und der Fortschritt der Impfkampagne. Denn, so Gartlehner: „Die nächste Welle wird eine Welle unter den Ungeimpften.“

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