Politik Inland
03/02/2021

Welche Regeln aktuell gelten

Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Regeln und Vorgaben, die in Zeiten der Corona-Pandemie derzeit gelten. Und was sich ab Mitte März alles ändern soll.

Welche Regeln gelten im Handel, in der Schule und bei privaten Treffen? Der KURIER gibt einen Überblick, was seit 8. Februar zu beachten ist.

Gastronomie, Tourismus und Theater müssen übrigens noch weiter warten - zumindest bis Ende März, wenn nicht April. Angesichts der nach wie vor hohen Infektions- und niedrigen Impfzahlen könnte die Bundesregierung die Lockerungen jederzeit auch wieder zurücknehmen. 

Handel

Im Februar sperrte der gesamte Handel in Österreich wieder auf. Es gilt eine 20-Quadratmeter-Regel pro Kundin und Kunde. Man muss sich also das ein oder andere Mal anstellen. Die strenge Regelung gilt auch für Supermärkte. 

Für den Besuch im Einkaufszentrum zu beachten: Die 20-Quadratmeter-Regel gilt nur in den Geschäften, nicht in den allgemeinen Bereichen. Allerdings ist in Letzteren die Konsumation von Speisen und Getränken untersagt. Ebenso, sich dort länger aufzuhalten. Für alle Geschäfte gilt, dass maximal von 6 bis 19 Uhr geöffnet werden darf. Ebenso wie das Tragen von FFP2-Masken.      

Friseur, Kosmetik und Co.

Seit Anfang Februar ist auch ein Friseurbesuch wieder möglich, ebenso  sperrten alle körpernahen Dienstleister, wie Kosmetiker, Masseurinnen und selbst Tätowierer, wieder auf. Ihre Dienste darf aber nur in Anspruch nehmen, wer einen negativen Corona-Test – nicht älter als 48 Stunden – vorgelegen kann. Es gelten nur PCR- und Antigen-Tests aus Teststraßen, Apotheken, Laboren und Arztpraxen – keine Heimtests. Ausgenommen sind jene, die in den vergangenen sechs Monaten an Covid-19 erkrankt waren. Im Gegensatz zum Handel müssen nur 10 Quadratmeter pro Kunde zur Verfügung stehen. Allerdings gilt auch hier die FFP2-Maskenpflicht. 

Private Treffen

Seit 8. Februar dürfen sich wieder zwei Haushalte sehen. Allerdings dürfen nicht mehr als vier Erwachsene zusammenkommen, mit maximal sechs minderjährigen Kindern.  

Diese Regelung gilt aber nur tagsüber, genauer gesagt von 6 bis 20 Uhr. Nachts müssen nämlich weiterhin die Ausgangsbeschränkungen beachtet werden. Die Ausnahmen davon sind wie bisher: berufliche Zwecke, sportliche Betätigung und Spaziergänge, Hilfeleistung, Deckung notwendiger Grundbedürfnisse, Abwendung von Gefahren für Leib und Leben sowie unaufschiebbare behördliche und gerichtliche Termine. Bundeskanzler Sebastian Kurz appellierte dennoch, die Kontakte weiterhin so reduziert wie möglich zu halten.   

Schule

Die Schülerinnen und Schüler des Landes dürfen seit 8. Februar wieder in die Klassenzimmer zurückkehren, wenn auch nicht alle gleichzeitig. Nur die Volksschulen starteten in den vollen Regelbetrieb. Für die Sekundarstufe I und II gibt es einen Schichtbetrieb. Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht ist ein "Nasenbohrer"-Selbsttest. Wird er verweigert, muss das Kind im Distance Learning bleiben. Auch im Schulbereich gilt die FFP2-Maskenpflicht, allerdings nur für Schüler ab 14 Jahren. Kinder ab 6 Jahren benötigen den herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz.

Schließlich gibt es auch Erfreuliches für die Fahrschulen. Fahraus- und -weiterbildungen sowie allgemeine Fahrprüfungen sind seit Anfang Februar wieder möglich. 

Strafen

Statt bisher 25 bzw. 50 Euro kostet ein Organmandat bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht oder das Abstandhalten (zwei Meter an öffentlichen Orten) nun 90 Euro. So kann die Polizei auch bei Demos härter gegen Abstands- und Maskenverweigerer durchgreifen. Die Exekutive will zudem in Skigebieten schärfer kontrollieren.  

Zoos

Tierparks, Zoos und botanische Gärten öffneten am 8. Februar wieder ihre Pforten. Hier muss die FFP2-Maskenpflicht – auch im Freien – sowie die 20-Quadratmeter-Regel pro Kunde eingehalten werden. Zoos wie der Tiergarten Schönbrunn vergeben deshalb nur im Voraus gebuchte Online-Tickets inklusive festgelegter Eintrittszeit.  

Museen

Zumindest Museen, Kunsthallen und kulturelle Ausstellungshäuser sind wieder offen - ebenso Bibliotheken, Büchereien und Archive. Auch hier gilt zu beachten: 20 Quadratmeter pro Besucher und FFP2-Maskenpflicht.    

Einreise und Pendler

Mit 10. Februar trat die neue Einreiseverordnung des Gesundheitsministeriums in Kraft. Pendlerinnen müssen einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorlegen. Zudem wird eine Registrierung im Rahmen der "Pre Travel Clearance" vorgeschrieben.

Einreisende benötigen ebenso einen negativen Test, außerdem bleibt es bei einer zehntägigen Quarantäne. Für berufliche Reisen braucht es einen Beleg wie die Bestätigung des Arbeitgebers. Davon ausgenommen sind nur dringende Reisen im familiären Kreis bzw. zur medizinischen Versorgung. Die bestehenden Grenzkontrollen zu den Nachbarländern Tschechien und Slowakei werden verlängert. Zu Ungarn und Slowenien gibt es weiterhin laufend Kontrollen. Aufgrund der Virus-Mutation dürfen Briten derzeit nicht nach Österreich einreisen. 

Situation in Tirol

Aufgrund der Südafrika-Variante gelten in Tirol verschärfte Regelungen die Ausreise betreffend. Aus dem Bundesland muss man sich derzeit raustesten. Für die Ausreise aus Tirol (mit Ausnahme von Osttirol) – sei es in Nachbarbundesländer oder -staaten – braucht es bis zumindest 3. März einen negativen Coronatest.

Angekündigte Lockerungen rund um Ostern und davor

Mit März bzw. spätestens im April soll es weitere Lockerungen geben - sofern die Zahlen nicht dramatisch in die Höhe gehen. Hier eine Übersicht bzw. Aussicht:

Schulsport

Ab dem 15. März soll Schulsport soll in ganz Österreich möglich sein.

Gastronomie

Ab 27. März (Samstag vor der Karwoche): Schanigärten sollen aufmachen dürfen – Voraussetzung für Gäste sind Eintrittstests. Aber ganz sicher ist das noch nicht. In zwei Wochen will die Politik die Entwicklung der Infektionszahlen anschauen. Sollten diese keine Öffnung hergeben, dann wird das Ziel wieder revidiert.

Kultur, Gastronomie und Hotellerie

Im April (nach Ostern): Die Kultur, die Gastronomie über die Schanigärten hinaus und die Hotellerie haben die Chance auf Öffnung.

Öffnung in "Pilotregion" Vorarlberg 

Vorarlberg mit aktuell (Anfang März) einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 soll ab 15. März größere Öffnungsschritte setzen dürfen. Die Gastronomie soll aufgehen und Öffnungsschritte für Kinder und Jugendliche erfolgen.

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