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Analyse
10/16/2019

Die FPÖ in der Russland-Falle

Ibiza-These: Mangelnde Verlässlichkeit für Westen und Europafeindlichkeit der FPÖ könnten Motiv für Lauschangriff gewesen sein.

von Daniela Kittner

Die FPÖ will wieder regieren – jedenfalls der Flügel um Parteichef Norbert Hofer und den oberösterreichischen FPÖ-Obmann Manfred Haimbuchner. Hofer legte am Dienstag eine Kehrtwende aufs politische Parkett: Er warnte Sebastian Kurz vor einer Koalition mit der grünen „Weltuntergangssekte“ und kündigte an, sich vom FPÖ-Vorstand nun doch einen Auftrag für Regierungsverhandlungen zu holen, falls die türkis-grünen Gespräche scheitern.

Zuvor muss Hofer das eigene Haus aufräumen – und dazu könnten auch ein neues Verhältnis zu Russland sowie der Verzicht auf die Zuständigkeit für die Geheimdienste bei einer allfälligen neuen Regierungsbeteiligung zählen.