Politik | Inland
17.05.2017

Cap sorgt für Lacher mit dem "Ich-Programm" von Kurz

Der Wahlkampf ist eröffnet, SPÖ-Politiker Cap hält eine launige Rede auf Kosten von Kurz und Sobotka.

Josef Cap hat im Rahmen der Nationalratssitzung im Parlament für Erheiterung gesorgt. Zunächst skizzierte er, warum die ÖVP-Sitzung so lang gedauert hat: "Jetzt weiß ich, warum die Sitzung dreieinhalb Stunden gedauert hat, bis Sebastian Kurz vor die Presse treten konnte. Es ging um den Namen der Liste. ÖVP oder Kurz? Und Kurz wird sich gedacht haben, noch mehr Stimmen krieg ich, wenn ich sage Liste „Ich“."

Cap teilte weiter gegen den ÖVP-Obmann aus. "Bei seiner Rede sagte er, mich stört das gar nicht, wenn das Parlament nebenbei noch arbeitet. Ludwig XIV. hat es deswegen nicht sagen können, weil es damals noch kein Parlament gab", sagte Cap um dann wieder auf das Thema "Kurz und sein Ich" einzugehen.

"Was ist ihr Programm? Ich. Was sagen sie zur sozialen Sicherheit? Ich. Was sagen Sie zur wirtschaftlichen Entwichklung? Ich. Wer schreibt das Programm der ÖVP – wenn der nicht "Ich" schreiben kann, kann er's nicht schreiben."

Cap erklärte, unter lautem Gelächter, dass er wüsste, wie man die ÖVP reformiert. "Da täten's nur so schauen."

Als Cap fragte, was Kurz im Jänner anders machen wollte als Mitterlehner, betritt Sebastian Kurz die Regierungsbank - seine Abwesenheit wurde zuvor nicht nur von Cap moniert.

"Jetzt kommt er", wirft Cap ein und erklärt weiter zu Kurz: "Ich schätze ihn, weil er kompetent ist und vielleicht bleibt er sogar länger als den Durchgriffsrechtlern recht ist. Gefährlich wird’s nur dann, wenn er sagt Ich oder Ich? Dann wissen wir nicht, welches Ich sich durchsetzt."

Aber auch Innenminister Wolfgang Sobotka bekam sein Fett weg. "Was ungerecht ist: Es fällt hier herinnen nie der Name Sobotka. Der Erwin Pröll hat gesagt, ich beglücke die Bundesregierung mit Sobotka. Was wird Mitterlehner nach ein paar Wochen gedacht haben? Er wird gedacht haben: Erwin, Erwin gib' mir die Hanni wieder!"

Cap weiter: "Es ist in Wirklichkeit nicht lustig. Es ist traurig, weil es um Österreich geht. Shakespeare ja, aber im Burgtheater."