Politik | Inland
08.03.2016

Griss hat 6.000 Unterstützungen geschafft

Die unabhängige Ex-Höchstrichterin wird nun offiziell für das höchste Amt kandidieren.

Vor dem Ballhausplatz verkündete Irmgard Griss, dass sie das erste Ziel erreicht hat: Sie hat die notwendigen 6.000 Unterstützungserklärungen beisammen, damit ist sie offiziell Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl. Die ehemalige Höchstrichterin könnte nun also tatsächlich erste Präsidentin in Österreichs Geschichte werden. Sie hat laut eigenen Angaben innerhalb von zwei Wochen 7.851 Unterschriften gesammelt.

"Es ist ein großes Signal, dass eine unabhängige Kandidatin am Stimmzettel steht", erklärte Griss am Dienstag. Bis zum 18. März haben die Anwärter noch Zeit Unterstützungen zu sammeln, 6.000 braucht man mindestens. Für Griss lautet das nächste Ziel nun 10.000 Unterschriften.

Auch im Ausland gesammelt

Das Team rund um Griss hat sich bewusst den 8. März, den Weltfrauentag, für die Übergabe der Unterstützungserklärungen ausgesucht. Immerhin werde die erste Frau in die Hofburg einziehen, zeigte man sich zuversichtlich. Flankiert war sie von ihren Mitarbeitern, die mit den Bundesländer-Namen beschriftete Schachteln, in denen sich die Unterstützungserklärungen befanden, hielten.

Nicht nur in Österreich, auch im Ausland habe man Unterschriften gesammelt, sagte Wahlkampfleiter Milo Tesselaar, der sich über die "Hürde" der Zulassung zur Wahl - nötig sind zumindest 6.000 Unterschriften Wahlberechtigter - "nicht glücklich" zeigte. Dennoch wolle man weiter sammeln, um fünfstellig zu werden. Nach dem Fototermin vor der Hofburg zog der Tross zum Innenministerium in der Wiener Herrengasse, um dort die Erklärungen zu übergeben.