Absolute Mehrheit in Niederösterreich für neue Windparks

Absolute Mehrheit in Niederösterreich für neue Windparks
Überraschendes Ergebnis von KURIER/OGM-Umfrage: Der oft laute Protest gegen Windräder erzeugt ein falsches Stimmungsbild

Man kennt das Phänomen: Alle sind für saubere Energie, aber sobald ein Windpark gebaut werden soll, erhebt sich ein Sturm der Entrüstung, und zahllose Bürgerinitiativen versuchen, das Projekt zu Fall zu bringen.

So kommt es, dass sich zum Beispiel in Salzburg noch kein einziges Windrad dreht. Besonders erprobt im Protest gegen Windkraft ist der Lungau: Ein bekämpfter Windpark in der Gemeinde Weißpriach führte 2019 zu einer Abstimmung aller Bürgermeister des Bezirks. Man sprach sich für mindestens zehn Jahre gegen die Verbauung weitgehend unberührter Berglandschaft aus.

Doch mit der aktuellen Energieunsicherheit dreht sich langsam die Stimmung. In Salzburg wurden gerade elf geeignete Standorte für in Summe 65 Windräder definiert. Landesrat Josef Schwaiger: „Um den Ausstieg aus Öl und Gas zu schaffen, müssen wir für jedes Projekt dankbar sein.“

In Niederösterreich gibt es bereits riesige Windparks, aber gegen weitere Projekte regt sich Widerstand von Bürgerinitiativen, die jede Menge öffentlichen Wirbel verursachen. Aber verfälscht das das Bild? Wie ist die Stimmung in der Bevölkerung tatsächlich?

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