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Politik Inland
09/21/2021

150.000 Stück: Auslieferung der „Gratis-Laptops für alle“ beginnt

Bildungsminister Faßmann bei Wahlkampftermin in Linzer Schule. Gesamtkosten belaufen sich auf rund 250 Millionen Euro, 100 Euro Selbstbehalt pro Gerät

von Bernhard Gaul

Ein langjähriges Versprechen wird ab heute eingelöst: Ab diesem Schuljahr bekommen die Schüler und Pädagogen der fünften Schulstufen einen Laptop- oder ein Tablet, je nachdem, wofür sich die Schule entschieden hat. Und nur in diesem Jahr werden auch die Schüler der sechsten Schulstufe die digitalen Endgeräte bekommen.

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) war am Dienstag gemeinsam mit oö. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und der Bildungslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) in einem Linzer Gymnasium in der Ramsauerstraße, wo die ersten Geräte ausgeliefert wurden. Es war wohl auch der nahen Landtagswahl in Oberösterreich an diesem Sonntag geschuldet, dass die Geräte auch in Oberösterreich bereits ab dieser Woche verteilt werden. Die Verteilung startete am Dienstag in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, bis Ende der Woche werden 65 Schulen mit 8.000 Geräten beliefert. Die restlichen Bundesländer-Schulen werden sukzessive erst ab der kommenden Woche beliefert und über die nächsten Monate beliefert.

Insgesamt werden in diesem Schuljahr 150.000 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Schulstufe Geräte bekommen. Die Geräte gehören den Kindern, auch für den privaten Gebrauch, sie mussten nur einen Selbstbehalt von 100 Euro bezahlen. Das Bildungsministerium kostet die ganze Aktion rund 250 Millionen Euro.

Welche Geräte?

Die Schulen konnten sich selbst entscheiden, welche Art von digitalem Endgerät sie haben wollen. Zur Wahl standen: Windows Notebooks, Chromebooks, Windows Tablets, Android Tablets und iPads. Zur einfacheren Administration wurde allerdings vereinbart, dass an einem Standort immer derselbe Gerätetyp verwendet wird.

Die Geräteinitiative ist nach Angaben des Ministeriums von zahlreichen pädagogischen Maßnahmen begleitet. Eine wichtige Initiative sei etwa die „JKU CODE Initiative“, mit der „GeoGebra“, eine Software für Geometrie und Algebra,  für die Sekundarstufe I weiterentwickelt wird. Die Initiative leiste einen wichtigen Beitrag im Bereich der Bildungsforschung, Qualitätssicherung von Übungsplattformen und von Gütesiegeln für Lern-Apps sowie für freie Lernmaterialien im Bereich digitale Grundbildung und MINT, heißt es aus Faßmanns Ministerbüro.

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