Politik | Ausland
29.11.2017

Wahl in Honduras: Kopf-an-Kopf-Rennen

Auch drei Tage nach der Präsidentschaftswahl gibt es noch immer kein Endergebnis. Amtsinhaber Hernandez und Herausforderer Nasralla liegen gleichauf.

Auch drei Tage nach der Präsidentenwahl in Honduras liegt noch kein offizielles Endergebnis vor. Bereits in der Wahlnacht hatten sich sowohl Amtsinhaber Juan Orlando Hernández als auch sein Herausforderer Salvador Nasralla zum Sieger erklärt. Zunächst lag Oppositionskandidat Nasralla mit rund fünf Prozentpunkten vorn.

Vorsprung Nasrallas geschrumpft

Bis Mittwochmorgen (Ortszeit) schrumpfte sein Vorsprung allerdings auf weniger als einen Prozentpunkt. Demnach kommt Nasralla auf 42,63 Prozent der Stimmen und Hernández auf 41,66 Prozent, wie das Wahlamt nach der Auszählung von 75,39 Prozent der Urnen mitteilte.

Bis spätestens Donnerstag wollte die Behörde das Endergebnis bekannt geben. Bisher hat es in Honduras noch nie so lange gedauert, bis der Wahlsieger feststeht. Die Beobachtermission der Europäischen Union rief das Wahlamt zu Eile und Transparenz auf.

Betrugsvorwürfe werden laut

Angesichts der Verzögerung wurden Betrugsvorwürfe in dem zentralamerikanischen Staat laut. Nasralla rief seine Anhänger für Mittwoch zu einer Demonstration auf. "Wir werden diesen Triumph über die Kontinuität und die Diktatur verteidigen", sagte er.