Politik | Ausland
26.11.2017

Präsidentenwahl in Honduras: Wechsel oder Kontinuität

Die Opposition hat eine Allianz geschmiedet, um die Macht des Staatschefs Juan Orlando Hernandez zu brechen.

In Honduras haben die Präsidenten- und Parlamentswahlen begonnen. Staatschef Juan Orlando Hernandez will sich am Sonntag das Mandat für eine zweite Amtszeit sichern. Bisher war die Wiederwahl des Präsidenten in dem mittelamerikanischen Land ausgeschlossen.

Die Opposition hat eine Allianz geschmiedet, um die Macht der konservativen National-Partei zu brechen. Das Bündnis schickt den Fernsehmoderator Salvador Nasralla ins Rennen.

Kriminalität und Armut

Honduras leidet unter Kriminalität und Armut. Mächtige Jugendbanden sind in Drogenhandel und Schutzgelderpressung verwickelt und kontrollieren ganze Stadtviertel. Rund 60 Prozent der Honduraner gelten als arm. Präsident Hernandez will die Sicherheitslage verbessern, Landwirtschaft und Gesundheitswesen entwickeln sowie Investitionen ins Land locken. Oppositionskandidat Nasralla wirbt mit einem besseren Zugang zur Bildung und Präventionsprogrammen zur Eindämmung der Kriminalität.

In den jüngsten Umfragen liegt Amtsinhaber Hernandez mit 37 Prozent deutlich vor Nasralla mit 22 Prozent. Für den Wahlsieg reicht eine einfache Mehrheit. Am Sonntag werden auch die 128 Abgeordneten des Parlaments und die Bürgermeister des Landes neu gewählt.