Von Amtsmissbrauch bis Schweigegeld - Trumps Sündenregister

Seit seiner Angelobung hat der US-Präsident eine beeindruckende Skandalserie hingelegt.

Wenige Wochen vor den Kongresswahlen fügt US-Präsident Donald Trump in altbewährter Manier seiner langen Liste von Skandalen weitere Punkte hinzu: Ob er sich vor seinen Anhängern über Blasey Ford lustig macht – sie kann sich nicht an alle Details der Nacht erinnern, in der sie Richterkandidat Brett Kavanaugh sexuell attackiert haben soll – oder seinen Eltern bei der Steuervermeidung geholfen haben soll. 355,85 Millionen Euro soll Trump unter der Hand von seinem Vater bekommen haben, getarnt durch eine Scheinfirma.

Bereits im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2016 häuften sich die Skandale um Trump, trotzdem konnte er überraschend mit seinem Kabinett in das Weiße Haus einziehen. Zusammen mit einem Kabinett, von dem heute nur noch ein Schatten übrig ist: 19 hohe Regierungsmitarbeiter warfen seit Trumps Amtsantritt das Handtuch – nicht selten durch Skandale, die im Dunstkreis des US-Präsidenten dazuzugehören zu scheinen.

 

Die Russland-Affäre

Russland soll auf die Präsidentschaftswahl 2016 Einfluss ausgeübt – und darüber hinaus Verbindungen zu Trumps Wahlkampfteam gehabt haben. Sonderermittler Robert Mueller hat bereits mehr als 30 Personen und drei Firmen angeklagt. Insgesamt sind es mehr als 100 Anklagepunkte. Schlagend gegen Trump wird vor allem die Untersuchung, ob dieser entweder die Justiz behindert oder seine Befugnisse als Präsident missbraucht hat. Der gravierendste Fall war die Entlassung des FBI-Chefs James Comey. Als Grund hatte Trump „diese Russland-Sache“ genannt.

Trumps Geschäfte in China

Trump, der mittlerweile einen regelrechten Wirtschaftskrieg gegen China führt und das Land auch in seinem Wahlkampf bei jeder Gelegenheit als Bedrohung bezeichnet hatte, wird vorgeworfen, seine politische und wirtschaftliche Funktion zu sehr zu vermischen. Seine Tochter Ivanka Trump hat seit seiner Inauguration bereits 34 Markenrechte für den chinesischen Markt bekommen.

 

Trumps Zahlungen an Stormy Daniels

Kurz nachdem Trumps Ehefrau Melania ihren Sohn Barron zur Welt gebracht hatte, soll der frischgebackene Vater eine Affäre mit Pornostar Stormy Daniels gehabt – und ihr rund 112.500 Euro Schweigegeld gezahlt haben. Überbringer soll sein Anwalt Michael Cohen gewesen sein. Nun wurde bekannt, dass Cohen kurz bevor Daniels ihr Schweigen brach, sie mit einer einstweiligen Verfügung zum Schweigen hätte bringen sollen.

Von Amtsmissbrauch bis Schweigegeld - Trumps Sündenregister

Stormy Daniels machte aus der Affäre ein Buch

Sollten die Demokraten bei den Kongresswahlen im November eine Mehrheit erringen, gilt es als hochwahrscheinlich, dass Trumps Skandale näher untersucht werden. Unter den Republikanern kursiert eine Liste mit allen Taten Trumps, die die Demokraten unter die Lupe nehmen könnten:

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