Politik | Ausland
05.08.2017

Pjöngjang soll der Geldhahn zugedreht werden

Die USA legten im UNO-Sicherheitsrat einen Sanktionsentwurf zu Nordkorea vor.

Die USA haben im UNO-Sicherheitsrat am Freitag einen Resolutionsentwurf mit schärferen Sanktionen gegen Nordkorea vorgelegt. Der Entwurf, über den nach Angaben eines Diplomaten voraussichtlich am Samstag abgestimmt werden soll, zielt auf die Exporteinnahmen des kommunistischen Landes ab.

Pjöngjang soll der Geldhahn zugedreht werden, indem der Regierung rund eine Milliarde US-Dollar (843,17 Mio. Euro) an Exporteinnahmen entzogen würde. Der Exportbann würde Kohle-, Stahl- und Eisen-, Blei- und Meeresfrüchte-Ausfuhren betreffen.

Einreiseverbot für US-Bürger

Verhandlungen über die Maßnahmen mit China, dem Haupthandelspartner Nordkoreas, laufen bereits seit Anfang Juli, nachdem Pjöngjang am 4. Juli seine erste Interkontinentalrakete getestet hatte. Am 28. Juli folgte ein zweiter Test, der die Befürchtungen weiter nährte, Nordkorea könnte die Entwicklung einer Rakete vorantreiben, die US-Festland erreichen würde.

Im Zuge des Konflikts mit Nordkorea hatte Washington zuletzt auch ein Verbot für US-Bürger verhängt, in das ostasiatische Land zu reisen. Dieses Verbot soll am 1. September in Kraft treten. Das Reiseverbot soll für ein Jahr gelten. Unter bestimmten Umständen sind Ausnahmen für Reisen aus humanitären Gründen sowie für Journalisten möglich.