UNICEF: Bereits Hunderte Kinder wegen Ukraine-Kriegs gestorben

Im umkämpften Bachmut wird ein Kind in Sicherheit gebracht
Nicht nur aktuelle Kriegshandlungen sind laut der UN-Kinderschutzorganisation eine Gefahr, sondern auch Blindgänger und Landminen.

Wegen des Kriegs in der Ukraine sind nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF in einem Jahr Hunderte Kinder ums Leben gekommen. Zwischen Februar 2022 und Jänner 2023 seien mindestens 438 Kinder durch Kriegshandlungen getötet und 842 verletzt worden, teilte die Organisation am Mittwoch in Köln mit. Verstreute Blindgänger und Landminen brächten Kinder zusätzlich in Gefahr.

Viele Familien seien zudem wegen zerstörter Infrastruktur in Not geraten. Innerhalb des Landes sind demnach rund 3,3 Millionen Kinder und Jugendliche auf akute humanitäre Unterstützung angewiesen. 16 Millionen Menschen haben laut UNICEF-Schätzungen keinen sicheren Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen.

"Wir dürfen nicht zulassen, dass die Kinder und jungen Menschen in der Ukraine zu einer verlorenen Generation werden", sagte Georg Graf Waldersee, Vorsitzender von UNICEF Deutschland, laut Mitteilung.

Die Organisation habe ihre Hilfe in der Ukraine seit Beginn des Krieges ausgeweitet. Neben dem Zugang zu sauberem Wasser und Gesundheitsdiensten für mehrere Millionen Menschen seien Kindern und Jugendlichen Bildungsangebote sowie psychosoziale Hilfe ermöglicht worden.

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