Politik | Ausland
10.11.2017

UN-Generalsekretär: Mehr tun gegen Erderwärmung

Anonio Guterres mahnt vor seiner Reise zur Klimakonferenz, dass die Industrieländer mehr Geld für ärmere Länder bereitstellen sollen.

Wenige Tage vor seiner Reise zur Bonner Klimakonferenz hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres einen stärkeren Einsatz gegen die Erderwärmung gefordert. "Wir müssen die Klimaanstrengungen verstärken", sagte er am Freitag vor Journalisten in New York. In höchstens 20 Jahren werde die Möglichkeit verstreichen, den Temperaturanstieg der Erde unter zwei Grad zu halten.

Bis 2020 müssten mindestens weitere 25 Prozent an Treibhausgasen eingespart werden. Dass die Industriestaaten den Entwicklungsländern ab 2020 wie vereinbart 100 Milliarden Dollar jährlich bereitstellen, bezeichnete er außerdem als "entscheidend", um Vertrauen aufzubauen. "Wir sind weit davon entfernt, das vollständig garantieren zu können", kritisierte der UN-Generalsekretär.

Geplanter Ausstieg der USA

Im Rahmen des Pariser Klimaschutz-Abkommens hatten Industrieländer ihre Vereinbarung erneuert, Entwicklungsländer in ihren Anstrengungen gegen die Erderwärmung finanziell zu unterstützen. Es bestehen jedoch Zweifel daran, dass genug Geld zusammenkommt - besonders, seit die USA im Sommer angekündigt hatten, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen und nicht mehr zu dem UN-Klimafonds beizutragen, der Hilfsgelder für ärmere Länder sammelt.

Guterres will am Mittwoch eine Rede auf der UN-Klimakonferenz halten. In Bonn verhandeln die Vertreter von mehr als 190 Staaten bis zum 17. November über die konkrete Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.