Ukraine: Warum ein ganzes Land zu den Waffen greift

Ukraine: Warum ein ganzes Land zu den Waffen greift
Ein Militärpsychologe über den starken Wehrwillen der Bevölkerung.

Einer der unzähligen Checkpoints auf einer ukrainischen Landstraße, wenige Kilometer westlich des Flusses Dnepr. Männer schaufeln Erde in Sandsäcke, schlichten sie auf. Neben ihnen liegen Jagdwaffen, Schrotflinten, manchmal eine Pistole. Uniformen gibt es keine, höchstens ein gelbes Band am Arm, um im Ernstfall Freund und Feind auseinanderhalten zu können.

Im Ernstfall dürfte das jedoch deren kleinstes Problem sein: Es sind etwa 30 Männer, vom 13 Jahre alten Buben mit heller Stimme bis hin zum alten Mann, der nur mit Mühe den Schmerz verbirgt, den er beim Sandsackschleppen spürt.

Dieser zusammengewürfelte Haufen ist bereit, sein Dorf, seinen Straßenabschnitt gegen die vorrückende russische Armee zu verteidigen. Koste es, was es wolle.

"Ja, bis zum Tod"

Als sie ein Video der Kämpfe in Charkiw sehen – ein russischer Angriff wurde zurückgeschlagen –, jubeln sie, wollen es immer wieder sehen. Ob sie bereit sind, bis zum Ende gegen die russischen Streitkräfte zu kämpfen? „Ja, bis zum Tod!“

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