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Krim: Tote und Stromausfälle nach Drohnenangriffen

Nach einem ukrainischen Angriff auf Energieanlagen soll auf der von Russland annektierten Krim der Strom ausgefallen sein.
Zwei Soldaten bereiten bei Nacht und Vollmond eine Drohne vor, wobei rotes Licht ihre Arbeit beleuchtet.

Zusammenfassung

  • Bei russischen Luftangriffen auf mehrere Regionen der Ukraine wurden nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet.
  • In Dnipropetrowsk starben drei Menschen bei Drohnenangriffen, weitere Todesopfer wurden aus Saporischschja, Cherson und Charkiw gemeldet.
  • Auf der von Russland annektierten Krim kam es nach einem ukrainischen Angriff auf Energieanlagen laut russischen Angaben zu einem Stromausfall in Sewastopol.

Bei russischen Luftangriffen sind in verschiedenen Regionen der Ukraine zumindest sechs Menschen getötet worden. Im Gebiet Dnipropetrowsk kamen nach Angaben der dortigen Staatsanwaltschaft drei Menschen durch Drohnenangriffe ums Leben, in Saporischschja wurde eine Frau durch Gleitbomben und in Cherson bzw. Charkiw jeweils ein Mann getötet. Auf der von Russland annektierten Krim-Halbinsel fiel indes nach einem ukrainischen Angriff auf Energieanlagen der Strom aus.

Stromversorgung unterbrochen

Der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, hatte zuvor von einem Drohnenangriff auf die größte Stadt der Krim gesprochen. Wegen der Ausfälle verkehrten am Mittwoch keine Oberleitungsbusse in Sewastopol. Raswoschajew rief Eltern zudem dazu auf, ihre Kinder zu Hause zu behalten. "Spezialisten begutachten das Ausmaß der Schäden und tun alles Mögliche, um die Stromversorgung wiederherzustellen", schrieb er auf Telegram.

Auch in den nahe gelegenen russisch besetzten Gebieten der Region Cherson sei die Stromversorgung teilweise oder vollständig unterbrochen, erklärte der dortige Russland-Vertreter Wladimir Saldo. Die Behörden stellten nach mehreren Stunden Ausfall die Energieversorgung wieder her.

Die Ukraine hat zuletzt ihre Angriffe auf die Versorgungsrouten der Krim verstärkt. Zu Beginn der Urlaubssaison ist der Treibstoff in der Schwarzmeer-Region knapp geworden, was bereits zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens geführt hat. Die Behörden schlossen alle Ferienlager und setzten den Tourismus bis zum 1. September aus. Die Treibstoffkrise hat sich inzwischen regional ausgeweitet. Mehrere russische Regionen rationieren den Verkauf von Benzin und Diesel - darunter auch in von der Ukraine weit entfernten Gebieten wie Sibirien.

Erneut Angriffe auf russisches Hinterland

Unter Beschuss ist auch die weit von der Front entfernte Wolgaregion Orenburg in Russland geraten. Der Gouverneur der Region, Jewgeni Solnzew, berichtete von einem schweren Angriff. "Einige Drohnen wurden über Industrieobjekten in der Stadt abgeschossen", schrieb er in sozialen Netzwerken. Dort seien Katastrophenschutz und Feuerwehr im Einsatz, Verletzte gebe es nicht. Medienberichten zufolge wurde eine Anlage zur Verarbeitung von Erdgas beschossen. Über das Ausmaß der Schäden ist bisher nichts bekannt.

Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine. Kiew wehrt sich gegen die Invasion auch mit Drohnenangriffen gegen strategisch wichtige Anlagen im russischen Hinterland. Das sind Militärobjekte und Einrichtungen der Öl- und Gasindustrie. Ziel dieser Schläge ist es, dem russischen Militär die Treibstoffversorgung zu erschweren und dem Kreml die Kriegsfinanzierung.

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