US-Militärfahrzeug in der nordirakischen Provinz Dohuk.

© APA/AFP/SAFIN HAMED

Politik Ausland
10/21/2019

Türkei will 120 Kilometer lange Zone in Syrien erobern

USA verlegen Truppen von Syrien in den Irak. Die amerikanischen Soldaten sollen dort den IS bekämpfen.

Die Türkei will durch ihren Vormarsch im Nordosten Syriens zunächst einen Streifen von 120 Kilometern Länge einnehmen, wie es am Montag aus türkischen Militärkreisen hieß. Von türkischer Seite wird von einer "Sicherheitszone" gesprochen.

Im weiteren Verlauf solle die Zone auf sogar 444 Kilometer Länge ausgedehnt werden. Dabei strebt die Türkei an, dass die sogenannte "Sicherheitszone" rund 30 Kilometer tief in das syrische Staatsgebiet hineinragt.

1.000 US-Soldaten für Anti-IS-Kampf

Unterdessen verlegen die USA nach dem Rückzugsbefehl von Präsident Donald Trump Soldaten aus Syrien in den benachbarten Irak. Amerikanische Truppen überquerten am Montag den Grenzübergang Sahela, mehr als 100 Fahrzeuge kamen in die nordirakische Provinz Dohuk in der Autonomen Region Kurdistan.

US-Verteidigungsminister Mark Esper hatte erklärt, dass alle der fast 1.000 im Norden Syriens stationierten Soldaten im Irak erwartet würden. Sie sollen den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) fortsetzen und helfen, den Irak zu verteidigen.

Auch Republikaner kritisieren Trumps Syrien-Kurs

Trump hatte vor einigen Tagen überraschend entschieden, die US-Soldaten aus Syrien abzuziehen. Er erntete dafür scharfe Kritik aus der EU und auch aus den eigenen republikanischen Reihen, weil er damit den Weg für einen türkischen Angriff in der Region freigemacht hatte. Der Erdogan-Feldzug richtet sich gegen die Kurden-Milizen, die seit Jahren mit den USA im Kampf gegen den IS verbündet sind.

Trumps Kritiker werfen ihm vor, nicht nur die einstigen engen Verbündeten im Stich zu lassen, sondern auch die Front gegen den radikalislamischen IS zu schwächen.

Am Donnerstag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nach Gesprächen mit US-Vizepräsident Mike Pence einer fünftägigen Feuerpause zugestimmt. Dies soll den den kurdischen Kämpfern den Abzug aus dem Gebiet ermöglichen.

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