Politik | Ausland
10.10.2017

Trump schlägt IQ-Vergleich mit Tillerson vor

Der US-Außenminister soll den US-Präsidenten einen "Deppen" genannt haben

Die Berichte, sein Außenminister Rex Tillerson habe ihn als "Deppen" beschimpft, scheinen US-Präsident Donald Trump weiterhin zu wurmen: In einem ironischen Kommentar hat Trump den Chefdiplomaten jetzt zu einem Vergleich ihrer Intelligenzquotienten herausgefordert. Dabei ließ er durchblicken, dass er sich für intelligenter als Tillerson hält.

In einem Interview des Magazins Forbes bezeichnete der Präsident die Berichte über den angeblichen Wutanfall des Außenministers zwar als "Falschnachricht". Aber er sagte auch, sollte Tillerson ihn tatsächlich einen "Deppen" genannt haben, "müssen wir, schätze ich, unsere IQ-Tests vergleichen. Und ich kann Ihnen sagen, wer gewinnen wird."

Dementierte "Deppen" nicht

Der US-Fernsehsender NBC News hatte in der vergangenen Woche unter Berufung auf "hochrangige Regierungsmitarbeiter" berichtet, Tillerson habe die Beschimpfung des Präsidenten bei einem Treffen im Pentagon am 20. Juli ausgestoßen. Vizepräsident Mike Pence habe den Minister in den Tagen danach bedrängt, im Amt zu bleiben.

Tillerson bestritt kurz nach Veröffentlichung des Berichts jegliche Rücktrittsgedanken. Er habe "nie erwogen, diesen Posten zu verlassen". Der Außenminister dementierte allerdings nicht, Trump einen "Deppen" genannt zu haben.

Trump erklärte seinerseits vergangene Woche, er habe "volles Vertrauen" in seinen Außenminister. Am Dienstag wollte der Präsident mit Tillerson sowie Verteidigungsminister Jim Mattis zum Mittagessen zusammenkommen.