Bob Corker.

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Republikaner
10/09/2017

Top-Senator: Trump riskiert "Dritten Weltkrieg"

Offene Fehde zwischen US-Präsident Donald Trump und Bob Corker, einem bekannten Senator seiner eigenen Partei.

Der einflussreiche republikanische Senator Bob Corker hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, er riskiere mit rücksichtslosen Drohungen gegen andere Länder, die USA "auf den Weg in den Dritten Weltkrieg" zu führen. Trump bereite ihm Sorgen wie jedem, "dem unser Land wichtig ist", sagte Corker am Sonntag (Ortszeit) der "New York Times".

Harte Bandagen auf Twitter

In einer außergewöhnlich offenen Fehde hatten sich Corker und Trump, die derselben Partei angehören, bereits zuvor einen Schlagabtausch über Twitter geliefert. Corker ist Vorsitzender des wichtigen Auswärtigen Ausschusses des Senats. Trump hatte am Sonntag in dem Kurznachrichtendienst Breitseiten gegen Corker abgefeuert, nachdem dieser mitgeteilt hatte, dass er bei der Kongresswahl im November 2018 nicht erneut kandidiere.

Corker schoss prompt zurück. "Es ist eine Schande, dass das Weiße Haus eine Tagesbetreuung für Erwachsene geworden ist", twitterte Corker. "Jemand hat offensichtlich heute Morgen seine Schicht versäumt."

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Corker habe bei ihm "gebettelt"

Trump hatte zuvor unter anderem getwittert, dass Corker darum "gebettelt" habe, dass er, Trump, sich für seine Wiederwahl stark mache. Das habe er aber abgelehnt und Corker habe daher auf eine erneute Kandidatur verzichtet und dies damit begründet, "dass er ohne meine Unterstützung nicht gewinnen kann". Er, Trump, habe auch "Nein, danke" zu Corkers Ersuchen gesagt, Außenminister zu werden.

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Corker sei auch weitgehend für den "horrenden" Atomdeal mit dem Iran verantwortlich, so der Präsident weiter. Er bezog sich dabei auf die Multi-Staaten-Vereinbarung, die Teheran im Gegenzug zur Aufhebung internationaler Sanktionen zur Begrenzung seines Atomprogrammes verpflichtet.

Hintergrund für Trumps Attacken sind anscheinend Äußerungen Corkers in der vergangenen Woche. Da hatte der Senator angedeutet, dass Trump dringend beaufsichtigt werden müsse. Außenminister Rex Tillerson, Verteidigungsminister Jim Mattis und der Stabschef im Weißen Haus, John Kelly, würden "unser Land vom Chaos bewahren".

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