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Stimmen aus Übersee
10/10/2016

Briefwahl: Viele Amerikaner haben schon gewählt

Für Amerikaner im Ausland wird es langsam eng. Je nach US-Bundesstaat gibt es unterschiedliche Deadlines für die Briefwahl.

Die US-Wahlen haben vielerorts schon begonnen. Eine Stimmabgabe vor dem Wahltag am 8. November ist in 38 der 50 US-Staaten möglich. In einigen Fällen können registrierte Wähler in früher geöffneten Wahllokalen ihre Stimme abgeben. Außerdem gibt es noch die Briefwahl. Vor allem im Ausland lebende Amerikaner machen davon Gebrauch. Ganz so einfach ist das Prozedere allerdings nicht.

US-Briefwahl in Österreich

Um bei den US-Präsidentschaftswahlen ihre Stimme abgeben zu können, müssen sich in Österreich lebende US-Bürger in ihrem Staat in den USA registrieren lassen. Die Staaten haben verschiedene Deadlines, was die Registrierung und das Anfordern der Stimmzettel für die Briefwahl angeht. Das macht die Stimmabgabe per Briefwahl etwas kompliziert. Als Registrierungsort gilt der Staat, in dem man als letztes gelebt hat. Der Stimmzettel wird entweder per Post an die Wähler versandt oder von diesen im Internet aufgerufen, dann ausgedruckt, ausgefüllt und zurückgesandt.

Auf den letzten Drücker: Notfallstimmzettel

Manchmal kommt der Stimmzettel aber trotz zeitgerechter Registrierung gar nicht oder zu spät bei einem Wähler an. In diesem Fall hat der Wähler noch die Möglichkeit, per Federal Write-In Absentee Ballot (FWAB) zu wählen. Dieser Briefwahlzettel ist ein Notfallstimmzettel, der im Fall von verspätet angekommenen Stimmzetteln zum Einsatz kommt. In manchen US-Staaten ist auch die Wahl per elektronischem Stimmzettel bis einen Tag vor der Wahl möglich.

Wo informieren?

Auf der Internetseite www.fvap.gov können sich im Ausland lebende wahlberechtigte US-Bürger über die spezifischen Registrierungs- und Briefwahlmodalitäten informieren.

Außerdem versucht der Ableger der US-Demokraten im Ausland, die "democrats abroad", Wählern die Registrierung und die Briefwahl auf den Seiten www.democratsabroad.org bzw. www.votefromabroad.org zu erleichtern.

Die parallel dazu tätige Auslandsorganisation der Republikaner "Republicans Abroad" existierte bis 2013. Danach übernahm in vielen Ländern Republicans Overseas deren Aufgaben (wie hier in Deutschland), in Österreich existiert derzeit kein Ableger.

Auch auf der Homepage der amerikanischen Botschaft in Wien www.usembassy.at kann man sich über Modalitäten und Fristen der Briefwahl informieren.

Vorteil für Clinton?

Bei der Wahl 2012 gab fast ein Drittel der Wahlberechtigten ihre Stimme früher ab. Experten zufolge könnte der Trend ein Vorteil für Clinton sein, deren Wahlkampfteam als besser aufgestellt gilt. In jüngsten Umfragen liegen die Kandidaten eng beieinander.

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