© REUTERS/RALPH ORLOWSKI

Analyse
09/13/2019

Schaulaufen um den SPD-Vorsitz: Scholz hat's schwer

Die Bewerber um den Parteivorsitz stellen sich den Mitgliedern – einer muss dabei viel einstecken.

von Sandra Lumetsberger

Ein Mann im grünen T-Shirt hat die Hand oben, da war die Fragerunde noch nicht eröffnet. Sven, wie er sich vorstellt, will aber nicht gleich fragen, sondern zuerst etwas loswerden: „Deine Kandidatur hat mich verärgert. Weil DU für eine Politik stehst, die wir überwinden wollen: Hartz-IV und Agenda 2010“, sagt er zu Olaf Scholz. Und: „Wie willst Du die sozial Schwachen zurückgewinnen?“

Der Vizekanzler und Finanzminister sitzt auf einem Hocker, lächelt und bedankt sich für die Frage. Er wird ihm aber so nicht beantworten antworten, sondern sich verteidigen. So wie er es an den Abenden zuvor schon getan hat.

Seit knapp einer Woche touren er und die anderen Bewerber um den Parteivorsitz durchs Land. Sie stellen sich den SPD-Mitgliedern vor, die sie dann von 14. bis zum 25. Oktober wählen können.