Wagenknecht-Partei kommt in Umfrage auf 14 Prozent

Sahra Wagenknecht
Insbesondere die rechtsradikale AfD könnte durch eine neue Wahlliste der langjährige deutschen Linken-Politikerin Stimmen verlieren.

Die neue Partei der langjährigen deutschen Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht würde einer Umfrage zufolge aus dem Stand auf 14 Prozent kommen. Am stärksten geschwächt wäre in einem solchen Szenario die AfD, erklärte das Meinungsforschungsinstitut Insa in seiner Meinungsumfrage für die Zeitung Bild am Sonntag. Die AfD käme demnach auf 17 Prozent und damit vier Prozentpunkte weniger als beim regulären Sonntagstrend (ohne Bündnis Sahra Wagenknecht).

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Viel Stimmpotenzial liege auch bei den "sonstigen Parteien". Sie kämen in dem Szenario auf vier Prozent, um fünf Prozentpunkte weniger als im Sonntagstrend.

Die SPD käme auf 15 Prozent (minus eins), die Union auf 29 Prozent (minus zwei) und die FDP auf fünf Prozent (minus eins). Die Grünen kämen auf zwölf Prozent (minus eins), die Linke auf vier Prozent.

Parteigründung zum Jahreswechsel geplant

Wagenknecht hatte am Montag angekündigt, mit einem kleinen Team an Verbündeten zum Jahreswechsel 2024 eine eigene Partei zu gründen und dann auch Landesverbände aufzubauen. Die neue Partei soll bei der Europawahl im Juni antreten.

Dem regulären Sonntagstrend zufolge, den Insa erhebt, kommt die Union zum ersten Mal seit der Bundestagswahl wieder auf ein Ergebnis jenseits der 30 Prozent. Demnach kommen CDU und CSU in dieser Woche auf 31 Prozent, das sind zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Die deutsche Kanzlerpartei SPD kommt wie in der Vorwoche auf 16 Prozent, auch die Grünen bleiben mit 13 Prozent stabil.

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Die FDP kann einen Punkt zulegen und liegt jetzt bei sechs Prozent. Die AfD verliert einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche und kommt nun auf 21 Prozent, die Linke würde mit vier Prozent (minus eins) den Einzug in den Bundestag verpassen. Die sonstigen Parteien könnten neun Prozent (davon Freie Wähler drei Prozent) auf sich vereinen.

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