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Politik Ausland
07/24/2022

Russland gibt Raketenangriffe auf Hafen von Odessa zu

Selenskij hatte die Raketenangriffe auf den Hafen von Odessa als einen Akt "offensichtlicher russischer Barbarei" verurteilt.

Am Samstag hatte Russland noch zur├╝ckgewiesen, den ukrainischen Hafen von Odessa beschossen zu haben. Am Sonntag folgte nach harter internationaler Kritik Russlands Eingest├Ąndnis, f├╝r den Beschuss verantwortlich zu sein. Der Angriff fand nur einen Tag nach dem in Istanbul unterzeichneten Abkommen ├╝ber die Ausfuhr von ukrainischem Getreide statt.

Der ukrainische Pr├Ąsident Wolodimir Selenskij hatte die Raketenangriffe auf den Hafen von Odessa als einen Akt "offensichtlicher russischer Barbarei" verurteilt. Die Schl├Ąge seien ein weiterer Grund daf├╝r, der Ukraine solche Waffen zu geben, "die f├╝r unseren Sieg notwendig sind", sagte der Staatschef in seiner am Samstagabend ver├Âffentlichten Videobotschaft.

Selenskij meinte, dass sich Russland mit den Raketenangriffen politisch blo├čgestellt habe. "Wenn irgendjemand auf der Welt fr├╝her gesagt hat, dass es notwendig ist, mit Russland in Dialog zu treten, Vereinbarungen zu treffen ├╝ber eine Waffenruhe, ohne unser Gebiet von den Besatzern zu befreien, dann haben die heutigen Raketen die M├Âglichkeit solcher Aussagen zerst├Ârt", sagte er. Der Angriff sei international verurteilt worden.

Zusicherung, Schiffe nicht zu beschie├čen

Russland hatte am Freitag in dem Abkommen zugesichert, Schiffe f├╝r den Export ├╝ber einen Seekorridor fahren zu lassen und nicht zu beschie├čen. Auch die drei beteiligten H├Ąfen d├╝rfen demnach nicht angegriffen werden. Es geht dabei unter anderem um die Ausfuhr von Millionen Tonnen Getreide. Die unter der Vermittlung der Vereinten Nationen und der T├╝rkei unterzeichnete Einigung sieht vor, die Exporte von einem Kontrollzentrum in Istanbul ├╝berwachen zu lassen.

Die US-Regierung verurteilte den Angriff auf das Sch├Ąrfste. Nur einen Tag nach der Vereinbarung ├╝ber die Ausfuhr von ukrainischem Getreide ├╝ber das Schwarze Meer habe Russland seine Verpflichtungen gebrochen, teilte US-Au├čenminister Antony Blinken am Samstag (Ortszeit) mit. "Dieser Angriff l├Ąsst ernste Zweifel an der Glaubw├╝rdigkeit des russischen Engagements f├╝r die gestrige Vereinbarung aufkommen."

Blinken kritisierte, der Beschuss untergrabe die Arbeit der Vereinten Nationen, der T├╝rkei und der Ukraine, um wichtige Nahrungsmittel auf die Weltm├Ąrkte zu bringen. Russland trage die Verantwortung f├╝r die Versch├Ąrfung der weltweiten Nahrungsmittelkrise. Moskau habe der Vereinbarung zur Ausfuhr von Getreide zugestimmt und stehe nun in der Pflicht, sie vollst├Ąndig umzusetzen.

Russland hat nach Angaben des t├╝rkischen Verteidigungsministers Hulusi Akar am Samstag erkl├Ąrt, es habe nichts mit diesem Angriff zu tun und wolle den Vorfall untersuchen.

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